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Gedichte sind kein Hexenwerk

09.02.2012 | 15:54 Uhr
Gedichte sind kein Hexenwerk
Roswitha Koert hat das Buch "Die Hexen von Kamen" geschrieben.

Kamen. In ihrem Erstlingswerk fesselte sie ihre Leser mit einer magischen Geschichte um die Hexen von Kamen, inzwischen hält Roswitha Koert ihr zweites literarisches Produkt in den Händen. Kurzgeschichten und Gedichte, zum Schmunzeln, Nachdenken und manchmal auch sich selbst wieder erkennen.

„Verschmolzen“, das ist der Titel ihres neuen Buches. Relativ schnell hat sich die Autorin an die Umsetzung ihres zweiten literarischen Projektes gewagt. Immerhin waren die Kamener Hexen so erfolgreich, dass sie ein weiteres Mal aufgelegt worden sind.

Schriftstellereials Lebenstraum

Einen unvorhersehbar aktuellen Bezug zu einem tragischen Unglücksfall hat das Titelbild. Roswitha Koert hat das Foto von der Statue der zwei Liebenden in der Nähe von Savona aufgenommen – während einer Reise mit der Costa Concordia vor genau einem Jahr. Unterwegs auf einer Schiffstour, die in diesem Jahr ein so schreckliches Ende nahm und vielen Reisenden den Tod brachte. Auf ihrer Homepage hat Roswitha Koert anlässlich des Unglücks ein Gedicht verfasst.

„Verschmolzen“ ist nicht nur das Paar auf dem Titelbild ihres zweiten Buches, sondern es sind auch die vielen Kurzgeschichten und Gedichte. Krimis, Liebesgeschichten, Skurriles und „immer auch etwas Romantisches.“ Viele Geschichten sind mitten aus dem Leben, erzählen von Mann und Frau, Jungen und Alten. Von denen, die schon ihr ganzes Leben miteinander teilen, denen, die sich nie finden konnten, und jenen, die vergessen sind. „Die Liebe, ja, das ist ein großes Thema“, sagt Roswitha Koert, „aber manchmal, manchmal bringe ich die Männer auch um.“

Mit der Schriftstellerei ist für die 60-Jährige ein Traum in Erfüllung gegangen: „Ich schreibe schon seit meiner Kindheit, habe dann aber beruflich zunächst eine ganz andere Richtung eingeschlagen.“ Roswitha Koert ist Steuerberaterin, war jahrelang selbstständig, hat sich 2007 zur Ruhe gesetzt. Und hatte dann plötzlich viel Zeit zu schreiben. Zunächst regelmäßig Kurzgeschichten für Zeitschriften, dann ihr erstes Buch.

Erstlingswerk schonin der zweiten Auflage

Das Manuskript bot sie dem OCM-Verlag in Dortmund an. Der Verkauf der „Hexen von Kamen“ verlief so erfolgreich, dass es schon kurze Zeit später eine zweite Auflage gab.

Und jetzt hält Roswitha Koert schon ihr zweites Buch in den Händen. Druckfrisch, mit Geschichten, „so verschieden wie das Leben“ und „gefühlvollen Gedichten“, verschmolzen in einem einzigen Buch. Weitere Informationen zur Autorin finden sich auf der Homepage unter www.roswitha-koert.de

Susanne Brzuska

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