GAL und Linke wollen Zechenhallen erhalten
11.02.2011 | 18:40 Uhr 2011-02-11T18:40:00+0100
Kamen.Nach den Grünen spricht sich jetzt auch die Ratsfraktion von Linke und GAL für den Erhalt der Maschinenhallen aus. Die Ratsvertreter Klaus Dieter Grosch und Gabi Lenkenhoff sehen in der Stadt Bedarf für eine „selbstverwaltete Veranstaltungshalle“ und werfen der Stadt vor, sie sei „schon in der Vergangenheit mit dem Abrissbagger nicht gerade zimperlich“ gewesen.
Zwar gebe es zurzeit kein Konzept, das finanzierbar wäre, räumen die beiden Ratsvertreter ein. Für die Möglichkeit der Gründung einer Bürgerstiftung oder für den Versuch Stiftungsgelder oder Fördermittel zu erlangen, müsse aber Zeit gewonnen werden.
Grosch und Lenkenhoff fordern den Bürgermeister auf, in den Gesprächen mit der RAG für eine Verschiebung des eingereichten Abrissantrags einzutreten. Sie kritisieren, die Stadt habe in der Vergangenheit für die nie realisierte Autostadt einen denkmalgeschützten Bauernhof abreißen lassen. Die ehemalige Bastei und viele Fachwerkhäuser stünden nicht mehr.
Die Rohrmeisterei in Schwerte oder die Lindenbrauerei in Unna könnten nach Auffassung der Fraktion von Linke und GAL Vorbild für das Kamener Projekt sein. Linke und GAL bedauern: „Wir in Kamen sind halt einige Jahre zu spät dran, denn jetzt sind die öffentlichen Kassen – speziell die der Stadt Kamen – leer, andere ‘Kulturprojekte’ der Vergangenheit erweisen sich als Millionen kostende Zuschussobjekte (siehe Stadthalle). Nur die Hoffnung, dass sich das wieder ändern wird, kann Kommunalpolitik heute sinnvoll machen.“
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