Farbloses Gesetz verlangt den Perso
11.11.2011 | 17:50 Uhr 2011-11-11T17:50:00+0100
„Kann ich ihren Ausweis sehen?“. Diese Frage droht nicht mehr nur beim Biereinkauf für das Wochenende, sondern auch beim Friseurbesuch - für alle U16 Jungs und Mädels, die sich die Haare färben wollen.
„Kann ich ihren Ausweis sehen?“. Diese Frage droht nicht mehr nur beim Biereinkauf für das Wochenende, sondern auch beim Friseurbesuch - für alle U16 Jungs und Mädels, die sich die Haare färben wollen. Das fordert ein neues Gesetz. wir haben seine Einhaltung getestet und nach Sinn und Unsinn gefragt.
Seit wenigen Wochen gilt das Gesetz, welches verordnet, dass Jugendliche unter 16 Jahren sich die Haare beim Frisör nicht mehr färben, tönen oder Strähnen lassen dürfen. Nein, auch nicht mit der Erlaubnis von Mama oder Papa. Auch auf den Packungen im Supermarkt muss seit dem, auf allen Farbmitteln, Farbshampoos/conditioner oder ähnlichem „Dieses Produkt ist nicht für Personen unter 16 Jahren bestimmt“ stehen.
Durch das Gesetz sollen gefährliche allergische Reaktionen verhindert werden. Zugleich soll es zu verantwortungsvolleren Entscheidung en bei Typveränderungen und Häufigkeit und Auswirkung bei Farbveränderungen führen. Die 16 jährige Eve meint: „Ich finde, dass jeder selber entscheiden sollte ob er seine Haare färbt oder nicht.“ Das finden auch viele andere.
TEST
Wir haben mal getestet, wie Friseure auf junge Leute, die sich die Haare färben lassen wollen, reagieren und haben herausgefunden, dass dieses Gesetz doch sehr ernst genommen wird. In einem Friseurladen werden wir z.B. sofort gefragt, wie alt wir seien, währenddessen uns sogar eine schriftliche Bestätigung gezeigt wird. Ganz überzeugt scheinen jedoch sogar die Friseure nicht zu sein, halten sich aber trotzdem an das Gesetz, um sich nicht strafbar zu machen.
HALTUNG DER FRISEURE
Die Friseure sind von dem ganzen nicht sehr begeistert, da gerade die angesprochene Altersklasse noch gerne mit den Haaren experimentiert und durch das Gesetz nun ein kleines Loch in der Kasse entsteht. Immerhin kommen täglich junge Kunden und Kundinnen, die sich ihre Haare färben oder sich einfach nur ein paar Strähnen machen lassen wollen. Das trägt natürlich Einiges zum Umsatz bei, der durch das neue Gesetz jedoch ab sofort sinken dürfte. Trotzdem nehmen sie es ernst und verlangen Ausweise.
DIE ELTERN
Die Eltern dagegen sind jedoch geteilter Meinung. Während die einen sagen es sei gut, da sie die Meinung der Gesetzeshüter vertreten, sagen die Anderen, es ist reiner Schwachsinn und die Kinder sollten selbst Erfahrungen machen.
DIE BETROFFENEN
Und was sagen die Betroffenen selbst? Kathi (14) ist ebenfalls der Meinung, dass jeder selber entscheiden sollte was er mit seinem Kopf und seiner Gesundheit anstellt.
,,Ich finde das Gesetz ziemlich schwachsinnig“, so Kathrin. ,,Die Jugendlichen haben doch trotzdem Möglichkeiten, sich die Haare zu färben, indem z.B. die Eltern das Haarfärbemittel in den Drogeriegeschäften besorgen.“
Auch Cindy kann das Ganze nicht richtig ernst nehmen: ,,Ich blondiere meiner Schwester alle vier Wochen die Haare. Klar ist das auf Dauer nicht gut, wenn man sich die Haare komplett blond oder rot färbt, aber kleinere Strähnchen sollte man doch trotzdem erlauben.“
Anna sieht das anders: ,,Ich finde das Gesetz eigentlich ganz gut. Die Jugendlichen machen sich doch nur die Haare kaputt.“
FAZIT
Wir selbst denken, dass die Eltern der Jugendlichen ja wohl eh noch ein Wörtchen mit zu reden haben und eingreifen würden, wenn es zu extrem wird.
Fazit: Muss man sowas gleich verbieten? Vielleicht hätte auch mehr Information und Aufklärung vor jedem Kopfumstyling gereicht.
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