Das aktuelle Wetter Kamen 17°C
Volkshochschule...

Computerpass begründet "Leuchtfeuer-Position"

07.08.2008 | 18:29 Uhr
Computerpass begründet "Leuchtfeuer-Position"

Volkshochschulen müssen so etwas wie Trend-Scouts für den Weiterbildungsmarkt sein. Sie müssen „die Notwendigkeiten und Bedürfnisse der Menschen aufnehmen und wecken”, findet der Leiter der VHS Kamen-Bönen, Manfred von Horadam.

Er hofft, dass sein Team auch in diesem Semester wieder den richtigen Riecher bewiesen hat und das neue Programm gut ankommt. Obwohl das VHS-Team natürlich wieder auf die „Sahnestücke” des kommenden Semesters hinweisen will, nutzten die Weiterbildungsexperten den Start ins neue Semester auch als Anlass, um einen Blick zurückzuwerfen und die strategische Ausrichtung zu betrachten. Besonders stolz ist der VHS-Leiter dabei auf die Bilanz des Europäischen Computerpasses, den im letzten Jahr 260 Schüler aller vier weiterführender Schulen in Kamen erworben haben – fast alle mit einem „gut” oder „sehr gut”. Während dieses Angebot in den letzten Jahren von den Eltern voll bezahlt werden musste, wird der Computerpass in diesem Jahr erstmals vom Europäischen Sozial- fonds gefördert (ESF), wodurch sich diese Kosten mehr als halbierten, so von Horadam. Er freut sich, das Angebot bereits vor Jahren in Kamen etabliert zu haben und so eine „Leuchtfeuer-Position” eingenommen zu haben.  „An diese Kooperation schließt sich auch die „Bildungspartnerschaft Schule und Volkshochschule” an, die jetzt zwischen Land, Kommunen und Volkshochschule vereinbart wurde”, so von Horadam. Durch die Partnerschaft sollen Bildungs- und Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen verbessert werden. „Auf Kreisebene wollen die VHS-Leiter verstärkt zusammenarbeiten”, so der Diplom-Pädagoge. Kooperation ist auch das Stichwort der Veranstaltungsreihe „Wandel der Wirtschaft, Wandel der Arbeit”, für die erstmals mehrere Volkshochschulen sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zusammenarbeiten. Themen wie „vom Zechenturm zum Indupark” in Bönen oder „Von der Zechenbrache zum Technologiestandort” in Kamen sollen einen Einblick in die Auswirkungen des Strukturwandels geben. Besonders ans Herz legt der Kamener VHS-Leiter den Hörern außerdem den Internationalen Gesprächkreis „Kultur, Religion und Frau” am 22. September sowie die Vortragsreihe „Aufbau und Zerstörung”. Der Gang durch die Geschichte bis zum Jahr 1968 startet ab dem 11. November um 19.30 Uhr im Haus der Stadtgeschichte. Nachdem die Teilnehmerzahlen 2007 erstmals seit Jahren wieder leicht gesunken waren, wagt Manfred von Horadam für das kommende Semester noch keine Prognose.Als VHS merke man wie ein Seismograph „relativ früh, was gesellschaftlich läuft. „Und wie der Bäcker oder der Autohändler können wir die Leidtragenden sein, wenn die Menschen weniger Geld in der Tasche haben”, so von Horadam.

Werner WIGGERMANN

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/1360653/create

Aktuelle Fotos und Videos
Parks in unserer Stadt
Bildgalerie
Fotostrecke
Nacht der offenen Kirche
Bildgalerie
Fotostrecke
KITE
Bildgalerie
Fotostrecke
Bombenentschärfung
Bildgalerie
Fotostrecke
Aus dem Ressort
Suizid-Fall in der JVA Iserlohn wird neu aufgerollt
Schuldfrage
Die Ermittlungen um den Suizid eines 19-jährigen Heereners in der U-Haft der Justiz-Vollzugsanstalt Iserlohn im April 2012 werden neu aufgenommen. Der Oberstaatsanwalt erklärte, dass der Vater des 19-Jährigen den Verdacht habe, „dass die Situation seines Sohnes nicht richtig eingeschätzt wurde“.
Kunstrasen als Lockmittel
Sportplatzumbau
Der Rat hat mit seinem Beschluss zur Haushaltssicherung ein neues Konzept für die Sportanlagen der Stadt auf den Weg gebracht. Die Schulsportanlagen an der Gutenbergstraße sollen zu einer modernen Anlage auch für Vereine ausgebaut, Anlagen im Hemsack und an der Lüner Höhe aufgegeben werden.