Buchhandlung Hagena gibt auf
16.07.2010 | 13:56 Uhr 2010-07-16T13:56:00+0200
Kamen.Die Buchhandlung Hagena schließt nach mehr als 100 Jahren zum 30. September ihre Pforten. Der Schritt sei wirtschaftlich unabdingbar. „Und dann lieber geordnet, als zu spät und mit ungewissem Ausgang für Kunden“, so die Inhaberin, Buchhändlerin Alexandra Wullkopf,
Auf die Nachricht von Eröffnungsplänen der Meyerschen in der Stadt im Herbst hatte das Unternehmen noch angekündigt, um den Fortbestand kämpfen zu wollen. Nun folgt dennoch das Aus, für die älteste Buchhandlung der Stadt.
Wandel und Lage
als Begründung
„In sich wandelnden Zeiten muss man dem Markt, dem veränderten Kundenverhalten und den durch neue Medien und Internet begünstigten neuen Geschäftsmodellen Tribut zollen“, so Alexandra Wullkopf. Sie hatte den Betrieb 2007 von Familie Fluhme übernommen.
Ganz wichtig sei ihr, dass Mitarbeiter, einschließlich der zwei Auszubildenden, nicht auf der Strecke bleiben. Bereits frühzeitig hatte sich Alexandra Wullkopf deshalb an die Mayersche Buchhandlung gewandt. „Auch die Ausbildungsverhältnisse werden nahtlos fortgeführt. Dies war mit eine wichtige Voraussetzung für den Schließungsentschluss.“
Bis zum letzten Tag soll der Betrieb engagiert laufen. Die Buchhandlung in Olsberg, die bereits vor der Übernahme der Kamener Buchhandlung betrieben wurde, bleibt von der Schließung unberührt.
Die Konkurrenz durch die Mayersche führt Alexandra Wullkopf nicht als Schließungsgrund an, obwohl die Betriebsaufgabe zeitlich mit der Neueröffnung zusammen fällt. Kamen habe auch zukünftig eine ausreichende Versorgung mit Büchern, betont sie allerdings. Der Standort der Buchhandlung am Ende der Weststraße habe sich zunehmend zur Randlage entwickelt. „Notwendige In-vestitionen erscheinen für einen fälligen Umzug wegen der sich ändernden Mitbewerber-Situation sowie fehlender geeigneter Ladenlokale nicht sinnvoll“, betont die Inhaberin.
Sie ist überzeugt: „Da ist es dann sicher besser, man schließt und die Kunden behalten uns in guter Erinnerung, als wenn ich warte, bis die Buchhandlung notleidend zu Grunde geht.“
18:34
Muffiger dunkler Laden, der ohne Standortwechsel und erhebliche Investition sowieso keine Zukunft gehabt hätte.
12:44
zu #1: Da kann ich nur zustimmen!
zu #2: Unausgegorenes Geschreibsel!Was hat das Alter mit der Meinung zu tun?
Glaubst Du wirklich,dass alle Mitarbeiter für Jahre von der neuen Buchhandlung übernommen werden?
Das hat doch bei Hagena vor 3 Jahren auch nicht stattgefunden,obwohl es beim Besitzerwechsel vollmundig verkündet wurde.
zu #3:Es stimmt,dass der Name alteingesessen ist.Aber wenn ich sehe,wie oft der Besitzer in den letzten Jahrzehnten gewechselt hat,dann hat das nicht viel mit Kontinuität und Tradition zu tun.
01:26
....und wieder verschindet ein alteingesessen Unternehmen in Kamen.
Wo führt das nur hin??
@ sobinich
Da kann Ich nur zustimmen.
21:21
naja ganz normal ist dein Posting aber auch nicht, ich mein wie alt bist du denn jetzt?
Ich wurde dort immer sehr fachlich beraten und freundlich beraten und mein Kind auch immer sehr freundlich behandelt. Pech für dich dann, dass alle Mitarbeiter in die neue Buchhandlung wechseln. Da habe ich doch glatt bei deiner Aussage Schadenfreude
12:29
super! Die haben mich als kind bei hagena wie dreck behandelt. da hat es damals keinen spaß gemacht. ich habe mich gefreut, als es endlich konkurrenz gab und die schließung ist natürlich das itüpfelchen!