Buchhändler lässt Promis erzählen
11.11.2010 | 17:03 Uhr 2010-11-11T17:03:00+0100
Kamen.Rechtzeitig vor Weihnachten hat Torsten Woywod es wieder gemacht. Diesmal aber nicht mit Kamener Pohlbürgern und Autoren wie Pfarrer Karl-Ulrich Poth, Bernhard Büscher, Horst Hensel oder Klaus Goehrke.
Der umtriebige Buchhändler hat vielmehr elf Prominente im Ruhrgebiet ausfindig gemacht, die in dem Benefiz-Hörbuch „Wintergeschichten 2010“ ihre liebste Geschichte oder ihr liebstes Gedicht zur Weihnachtszeit vortragen.
Darunter Entertainer Jürgen von der Lippe, Publizist Roger Willemsen, Journalistin Christine Westermann, Zehnkämpfer Frank Busemann oder Kabarettist Frank Goosen. Aus Kamen dabei: Heinrich Peuckmann.
Anfängliche Skepsis
Die einen dichten selber – der Sportler Busemann beispielsweise, oder die Autorin Andrea Koßmann –, andere rezitieren Geschichten von George Tabori, Paul Fleming oder O. Henry. Und so kommen die Geschichten mal lakonisch, manchmal komisch, besinnlich, tragisch oder ganz persönlich daher.
„Ich war anfangs skeptisch, weil ich nicht wusste, ob ich an die großen Namen rankomme“, erzählt der 29-Jährige. Doch die Promis waren durchweg angetan von Woywods Idee.
Auch weil er den Bogen spannte zum Europäischen Kulturhauptstadtjahr, das nicht nur die Vielfalt der Region offenbare, wie der junge Mann sagt, sondern in den vergangenen Monaten auch das Zusammengehörigkeitsgefühl der Menschen in den über 50 Ruhrgebietsstädten gestärkt habe.
Ruhr.2010 nachhallen zu lassen, wenn das große Erlebnis längst vorüber ist – diese Aussicht habe die Geschichtenerzähler denn auch überzeugt, sagt Woywod. Und natürlich die Tatsache, dass sie ihre Stimme für die gute Sache geben.
Spende für Lichtblicke
Denn der Reinerlös aus dem Verkauf der Hörbücher kommt der Aktion „Lichtblicke e.V.“ zugute, einem Verein, der Kinder, Jugendliche und deren Familien unterstützt, die in materieller, finanzieller oder seelischer Not sind.
Torsten Woywod tourte also zu einer gänzlich unweihnachtlichen Zeit, nämlich im August und September, durch ganz NRW, um die Vorleser zu treffen und ihre geheimnisvollen Wintergeschichten auf die Festplatte zu bannen. Entweder mietete er in den Städten ein externes Studio an, oder er reiste mit mobilem Studio an – nichts Aufwendiges, nur Laptop und Aufnahmegerät.
1000 CDs sind ab Samstag auf dem Markt, vor zwei Jahren waren es „nur“ 300. Doch damals wurden die „Wintergeschichten“ auch nur in Kamen und Bergkamen verkauft. Die neue CD aber ist in allen Filialen der Mayerschen Buchhandlung erhältlich.
10:49
@Bücher-Fan: Jawoll! Ich würde es zudem befürworten, wenn Herr Woywod die Sache mit dem Rennradfahren unterließe; schließlich hat auch das nichts mit dem Verkaufen von Büchern in Kamen zu tun.
Ernsthaft: Ihr Kommentar ist an Missgunst, Unwissenheit sowie Lächerlichkeit kaum mehr zu überbieten...
AUCH, was Heinrich Peuckmann betrifft: Vielleicht einfach mal nach Dortmund, Bochum, ... in ein paar Buchhandlungen gehen & den Bestand abklopfen... - viel Spaß!
19:27
Willemsen,Westermann und von der Lippe sind landesweit bekannt,aber wer kennt denn außerhalb von Kamen einen Heinrich Peuckmann?
Wenn es doch mit Laptop und Aufnahmegerät funktioniert,wofür braucht man dann noch ein Aufnahmestudio?
Der Benefiz-Gedanke ist ok,aber das ist doch alles sehr dick aufgetragen.
Herr Woywod sollte sich mal lieber mehr auf seinen Hauptjob konzentrieren,das Verkaufen von Büchern in Kamen.
Denn auch durch sein MItwirken ist eine traditionsreiche Buchhandlung(Hagena)den Bach runtergegangen!