Bier statt Champagner
13.05.2011 | 14:29 Uhr 2011-05-13T14:29:00+0200Kamen.Auch wenn das Aufhebens um Lena Meyer-Landrut und den Eurovision Song Contest noch so groß ist – eins wollen wir doch mal eben klar stellen: „Unsere“ Lena, die aus Kamen nämlich, war eher da. Zum einen, was die Geburt angeht (rund zehn Monate Vorsprung). Und zum anderen, was das Musikmachen angeht.
Lena Mattheis, bald 21, bereicherte als kleines Mädchen das Heerener Krippenspiel; Jahre später trat sie, Gitarre in der Hand, mit selbst geschriebenen Chansons bei Festivals oder in Kulturzentren auf. Was die Euro-Vision angeht: Die hat sie auch, jawohl.
Eine sehr sympathische, die nichts mit Raab und Ruhm zu tun hat: Im Bereich der internationalen Kulturarbeit möchte die Studentin eines Tages arbeiten. Praktische Erfahrung hat sie schon gesammelt: Lena Mattheis absolvierte ein Freiwilliges Soziales Jahr im Kulturbereich – konkret: Sie bereitete das Festival „C U“ im September 2010 rund ums Dortmunder „U“ vor, vier turbulente Tage voller Workshops und Begegnungen. Wen interessiert da noch Düsseldorf?
Zugegeben: Im Moment liegt die Musik bei Lena, der Kamenerin, ein bisschen brach. Sie widmet sich in Essen an der Uni dem Studium der englischen und der französischen Sprache; Auftritte müssen eine Weile zurück stehen. Was nicht heißt, dass Lena Projekten abhold wäre, die sie ohne Terminstress stemmen kann: Ein Video für eine Mode-Inszenierung hat sie vertont, an diesem Dienstag erst wirkte sie an einem Filmdreh mit. Am Ende: Bier- statt Champagnerdusche.
Was vergessen? Mit ihrer Band „Mad Ties“ ist Lena im neuseeländischen Radio zu hören, einem Kontakt unter Künstlern sei Dank. Sie besitzt keinen Fernseher, guckt also an diesem Samstag beim ESC quasi in die Röhre bzw. eben gerade nicht. Ach ja, und: Lena setzt gern einen Akzent übers „a“, nennt sich also Lená. Das ist dem Faible fürs Französische geschuldet. Taken by a language.
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