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Bildungsdiskussion

Auf das Gold in den Köpfen setzen

14.07.2011 | 17:44 Uhr
Auf das Gold in den Köpfen setzen
NRW Wissenschaftsministerin Svenja Schulze, Pascal Lampe.

Kamen.Nachdem das Grubengold im Revier abgebaut ist, geht es der Politik und den Unternehmen um die Zukunftssicherung dieses Industriestandortes auch ohne Kohle. Bildung ist dabei das Schlüsselwort. Oder, wie NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze gestern sagte: „Wir setzen auf das Gold in den Köpfen!“

Bei diesem Wandel ist oft von Innovation die Rede. Ein Gedanke, den der Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek (SPD) bei seiner Sommertour „Lust auf was Neues? Innovation durch Bildung!“ im eigenen Wahlkreis nachspürt.

Im Kreis Unna und auch in Kamen gibt es Unternehmen, die Motoren in diesem Prozess sind. Das wurde gestern bei einer Diskussionsveranstaltung im Technopark deutlich, an der neben zahlreichen Vertretern aus Wirtschaft, Handel und Politik eben auch Svenja Schulze teilnahm. Auf den Tag genau ein Jahr nach ihrem Amtsantritt als Ministerin war sie der Einladung von Kaczmarek nach Kamen gerne gefolgt.

Nachhaltigen Eindruck hinterließ zum Beispiel Michael Pavlidis, Geschäftsführer der Paul Vahle GmbH aus Kamen. Das mittelständische Familienunternehmen ist mit seinen tatsächlich innovativen Lösungen zur Versorgung von Stromabnehmern international höchst erfolgreich. Mit Vahle Induktionstechnik werden Hafenkrane, Straßenbahnen, Züge, Produktionsstraßen von Automobilherstellern und neuerdings auch Taxis in Aachen elektrifiziert.

Hatte Svenja Schulze in ihrem Vortrag noch davon gesprochen, dass es künftig im Wirtschaftswettlauf nicht mehr darum gehe billiger, sondern besser zu sein, konnte Pavlidis genau diese Einschätzung für sein Unternehmen bestätigen: „Weil wir besser sein wollen, bleiben wir in Deutschland“.

Besser sein und besser werden setzt Bildung voraus. In einem Land wie NRW mit einer unvergleichlichen Dichte an Universitäten, Fachhochschulen und anderen Bildungseinrichtungen bieten sich da beste Voraussetzungen. Allerdings, und das regte Bernd Feldmann, Standortleiter der Kalka-Bildungsgesellschaft an, sei es auch Aufgabe der Politik, bestehende Bildungsförderangebote besser zu kommunizieren, etwa durch einen Internetauftritt, bei dem auf einen Blick alle Förderprogramme und Finanzierungsmöglichkeiten erkennbar sind. Eine Anregung, die sich Svenja Schulze flugs in den Notizblock schrieb.

Nach einer angeregten Diskussion unter der Leitung von Hermann Hupe blieb der Eindruck, dass es durchaus Sinn macht, die Innovationskräfte im Kreis Unna regelmäßiger zu einem Wissens- und Erfahrungsaustausch zusammenzubringen. Denn das Potenzial im Kreis ist groß.

Uli Thormählen

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