2010 steigen die Gebühren bei der VHS
03.12.2008 | 22:45 Uhr 2008-12-03T22:45:00+0100Kamen/Bönen. Gravierende Einschnitte im VHS-Zweckverband Kamen-Bönen sind vom Tisch, kleinere Kostenoptimierungs-Potenziale ausgereizt. 2010 sollen nun die Gebühren steigen.
Die Debatte um das Nebeneinander zweier Geschäftsstellen in Kamen und Bönen als Ergebnis des Kostenoptimierungsprozesses habe gezeigt: Die Geschäftsstellen sind mehr als nur Verwaltungsstellen nämlich Herzstücke örtlicher Kultur, so VHS-Leiter Manfred von Horadam.
Kleinere Optimierungsmaßnahmen habe man umgesetzt. Scheinbare Kostenzuwächse im Haushaltsplan seien keine Systemverteuerungen sondern Folgen neuer Bilanzierungsvorgaben. Lediglich bei Pensionsrückstellungen gebe es außerdem Kostenzuwächse. Kostenrechnung und Haushaltsplan wurden dann auch einstimmig akzeptiert.
An der Anhebung von Dozentenhonoraren aber komme man in Zukunft nicht vorbei, stellt von Horadam mit Blick auf regional übliche Sätze klar. Das sei nur durch Gebührensteigerungen zu finanzieren. Deshalb will die VHS ab 2010 in zwei Schritten beides angleichen. Dozentenhonorare sollen zunächst von 15,50 auf 17 Euro je Stunde, Gebühren gleichzeitig um 15 Cent pro Kursstunde steigen. Gleichzeitig soll aber der Kreis der Ermäßigungsberechtigten ausgeweitet werden, um Härten zu vermeiden. Nach Prüfung der Folgen sollen im zweiten Schritt Honorare um einen weiteren Euro, Gebühren um 10 Cent pro Kursstunde angehoben werden.
Außerdem will die VHS künftig Kursangebote mit unklarer Nachfrage mit zwei Preisen ausschreiben. Zusätzlich zum Preis bei regulärer Anmeldung von mindestens zehn Teilnehmern wird ausgewiesen, was der Kurs bei nur acht oder neun Teilnehmern kostet. Dann könnte der Kurs auch bei Unterschreitung der Mindestteilnehmerzahl durchgeführt werden. Ganz aufgeben wird die VHS mangels Personal bisherige Bildungs-Fernreisen.
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