Forschung : Bau des schwimmenden Forschungslabors soll in Kürze starten

Kalkar. Auch wenn das schwimmende Forschungslabor, wie eigentlich geplant, noch nicht in der „Werft” gebaut wird: Der Startschuss für das ambitionierte Vorhaben auf dem Baggerloch Birgelfeld soll auf jeden Fall in Kürze fallen. Das sagt der Klever Architekt Friedhelm Hülsmann im NRZ-Gespräch.
„Wir rechnen täglich mit der Baugenehmigung durch den Kreis Kleve”, so Hülsmann.
Zur Erinnerung: Im Februar hatte der Klever Architekt, sowie eine Mitarbeiterin des Fraunhofer Instituts der Kalkarer Politik die „schwimmende Forschungsstation” vorgestellt. Die soll auf dem Baggersee Birgelfeld nahe der Stadt vor Anker gehen.
Finanziert wird das wohl einmalige Projekt durch die Kiesfirma Maas-Roeloffs. Die will am Birgelfeld weitere 50 Hektar auskiesen, musste deswegen, so sieht's ein Vertrag mit der Stadt Kalkar vor, ein städtebauliches Konzept für die Nachfolgenutzung vorlegen. Das passierte bereits Anfang 2008.
Schwimmende, drehbare Häuser, die am Seeufer liegen, sind jetzt also vorgesehen, dahinter eine weitere Reihe an Land, aber alle mit Seeblick. Und alle Häuser sollen CO2-neutral mit Energie versorgt werden – über die Reflexion der Wasserfläche.
Ob das klappt und wie, soll jetzt in den nächsten Jahren erforscht werden, und zwar mit der schwimmenden Forschungsstation. Gut 500 000 Euro – 380 000 fürs Labor, 120 000 für die wissenschaftliche Begleitung durchs Fraunhofer-Institut – will sich die Firma das wohl einzigartige Projekt kosten lassen. Photovoltaik, Wasserpumpen-Technik, Solar und was außergewöhnlich ist, Lichtreflexion der Wasseroberfläche über sogenannte integrale Fassaden sollen das umweltfreundliche Wohnen möglich machen. „Die jüngsten Berechnungen zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind”, betont Hülsmann. Auch die Finanzierung sei jetzt gesichert.
Gebaut werden soll das Forschungslabor vor Ort auf dem Gelände der Kiesfirma, und zwar von ortsansässigen Firmen. „Die Handwerker sind beauftragt”, so Hülsmann. Offen ist noch, ob wegen des Außenbereichs auch die Häuser vom Regierungspräsidenten genehmigt werden. „Da gibt's Ausnahme-Regelungen”, ist der Architekt optimistisch. Weil es ja um sogenannte „Null-Energie-Häuser” geht.


















