Stromleitung soll an anderer Stelle gebaut werden
12.02.2010 | 06:14 Uhr 2010-02-12T06:14:00+0100Isselburg. Wohl nur selten herrschte soviel Einigkeit unter den Isselburger Parteien wie bei der Sitzung im Haupt- und Finanzausschuss.
Nachdem sich etliche Bürger über die geplante Trassenführung einer neuen 380-Kilovolt-Stromleitung zwischen Isselburg und Anholt bis Dinxperlo beschwert hatten und ihre Ängste um die Gesundheit ihrer Familien zum Ausdruck gebracht hatten, schlossen sich Bürgermeister Adolf Radstaak sowie SPD, CDU, Grüne und FPD der Meinung an.
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Theo Beine regte sogar an, „die Stellungnahme der Bürger als Grundlage für unsere Stellungnahme an die Bezirksregierung zu nehmen.” Der CDU-Fraktionsvorsitzende Gerd Krause hatte den Eindruck, dass die RWE-Tochter Amprion bei der Planung der Trassenführung „den Weg des geringsten Widerstandes” gegangen ist.
„Da kennen sie die Isselburger aber nicht”, sagte Bürgermeister Radstaak lächelnd und sein allgemeiner Vertreter Klaus-Dieter Spaan berichtete danach über den Stand der Verhandlungen: „Wir wollen eine andere Trassenführung.” Der Übergabepunkt der Leitung in die Niederlande soll östlicher liegen, wahrscheinlich südlich von Megchelen. Damit würde Anholt vom Bau kaum berührt. Bis zur nächsten Ratsitzung am 24. Februar soll eine Stellungnahme ausgearbeitet sein, über die dann abgestimmt wird.
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