Per Laser an das Euter
12.02.2012 | 16:26 Uhr 2012-02-12T16:26:00+0100
Isselburg. Die Winterwanderung des Heimatkreises Isselburg führte zum Milchviehbetrieb Maaßen-Lohmann nach Heelden
Bei strahlendem Sonnenschein machten sich am Samstagnachmittag trotz der bitteren Kälte knapp 30 Mitglieder des Heimatkreises Isselburg auf ihre schon traditionelle Winterwanderung. Am alten Stadtturm trafen sich die Wanderer und machten sich erst einmal auf den Weg nach Heelden in die Herkener Straße zum Milchviehbetrieb Maaßen-Lohmann. Seit Januar 2011 werden nämlich die Kühe auf dem Gehöft Maaßen-Lohmann mit einem automatischen Melksystem-Roboter gemolken und das war schon eine Besichtigung wert.
Es wird nur gemolken, wer dazu berechtigt ist
Bei dieser Melkmethode wird das Melkgeschirr automatisch und ohne jegliche manuelle Hilfe mit dem Erkennungssystem auf Basis von Ultraschall, Laser oder optischen Sensoren an das Euter der Kuh angeschossen. Vorteile dieses automatischen Melksystems gegenüber konventioneller Melktechnik sind weniger schwere körperlich Arbeit, große zeitliche Flexibilität, Einsparung von Melkzeit. Umfangreich werden die Daten erfasst. Somit ist eine bessere Kontrolle auch bezüglich der Tiergesundheit möglich. Die Kühe werden durch Kraftfutter in die Melkstation gelockt. Vom System wird jedes Tier erkannt. Falls eine Melkberechtigung besteht, wird der Kuh Kraftfutter zugeteilt. Sollte das Tier jedoch bereits vor kurzer Zeit gemolken worden sein, wird es wieder aus die Anlage getrieben ohne an Kraftfutter zu gelangen. Nach einer feuchten Reinigung der Zitzen wird mit dem Melken begonnen und anschließend werden die Zitzen auch wieder automatisch gereinigt zum Schutz gegen Keime. Nicht verkehrsfähige Milch wird automatisch aussortiert ohne dabei irrtümlich einwandfrei Milch zu verschwenden.
Diese und noch viel mehr Informationen erhielten die Mitglieder des Heimatkreises bei der Führung durch den Milchviehbetrieb Maaßen-Lohmann und auch die vielen Fragen wurden von Brigitte Maaßen-Lohmann bei dem Rundgang geduldig beantwortet. Gegen die Kälte konnte sich dann jeder mit einem heißen Glühwein ein wenig aufwärmen, bevor sich die Heimatkreis-Mitglieder auf den Weg zur nächsten Station machten. In der Gaststätte Langenhorst wartete eine liebevoll gedeckte Kaffeetafel und bei netten Gesprächen genossen die 30 Wanderer Kaffee und Kuchen.
Ein gut geführter, sauberer Milchviehbetrieb musste dann auch Paul Biermann, Vorsitzender des Heimatkreises anerkennen: „Wir haben eine Menge Informationen erhalten und wurden herzlich aufgenommen.“
0mitdiskutieren