Nikolaus las Anekdoten aus Vehlingen vor
11.12.2007 | 19:00 Uhr 2007-12-11T19:00:51+0100SENIORENFEIER. Quirinus-Schützen hatten die älteren Mitbürger ins Bürgerhaus eingeladen. Weihnachtslieder wurden angestimmt.
VEHLINGEN. Schon seit 30 Jahren ist - und mit diesem Jubiläum kann man schon sagen traditionell - der Samstag vor dem zweiten Advent in Vehlingen ein fester Termin für die älteren Einwohner. Denn dann organisieren die beiden Züge der St. Quirinus Schützenbruderschaft unter der Leitung von Gerd und Christa Borkens den Seniorentag im Bürgerhaus.
Begrüßung durch Pastor und Bürgermeister
Nach einstimmenden Worten des Isselburger Bürgermeisters Adolf Radstaak und des Millinger Pastors Uwe Nachtwey gab es im vom Heimatkreis weihnachtlich geschmückten Bürgerhaus Kaffee und Kuchen, den die Frauen der Schützen gebacken hatten.
Beim anschließenden Programm setzte das Organisatorenteam sowohl auf Altbewährtes als auch auf frischen Wind: Gerd Borkens erklärte das neue Konzept, dass in diesem Jahr nicht nur gelauscht, sondern auch selbst gesungen wird, und kurze Zeit später fand jeder die Texte der bekanntesten Weihnachtslieder in einem Heft vor sich wieder. Für die richtige Begleitung sorgte Jan Szopinski: der Organist der Sankt Nikolai Kirche in Kalkar brachte sein Akkordeon mit und stimmte als erstes mit "Seemann, deine Heimat ist das Meer" einen alten Schlager an, den er schon in seiner Heimat Pommern kennenlernte.
Nach anfänglich noch zaghaften Versuchen des Mitsingens war schon beim ersten Weihnachtslied "Alle Jahre wieder" das Eis gebrochen, von "Leise rieselt der Schnee" bis "O Tannenbaum" folgten alle eingängigen Melodien zur besinnlichen Zeit.
Mit dem musikalischen Aufruf "Nikolaus komm' in unser Haus" wurden dann wie in jedem Jahr der "Heilige Mann" Franz Konnik und sein Gefährte mit der Route und dem Säcklein, Knecht Ruprecht Clemens van Hall, begrüßt. Und die hatten ebenfalls wie in jedem Jahr ihr goldenes Buch dabei, in dem der Nikolaus während des vergangenen Jahres das Treiben der Vehlinger festgehalten hatte. Einige Anekdoten vergnügten dann die aufmerksam lauschenden Zuhörer und Knecht Ruprecht verteilte passende Geschenke dazu. Ebenso bedachte er den ältesten Herren, Erich Stremme, und seine Frau Emma, die älteste Dame unter den Anwesenden.
Mit weihnachtlichen Klängen auf ihrem Euphonium, ein mit dem Tenorhorn vergleichbares Instrument, rundeten die beiden Jungen Staphan Lamers und Simon Trebbau das Programm ab.
Bevor es dann nach einem gelungenen Tag wieder nach Hause ging, konnte jeder Gast noch sein Los gegen ein Präsent einlösen und da es dabei keine Nieten gab, stand am Ende auch wirklich niemand mit leeren Händen da. (sat)
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