Eine bewegte Geschichte
26.01.2012 | 16:59 Uhr 2012-01-26T16:59:00+0100
Isselburg.Die KAB St. Josef Isselburg feiert 125-jähriges Jubiläum. Hobbyhistoriker Fritz Stege hat eine Chronik verfasst.
Pfarrer Anton Lohmann hat den Anfang gemacht. Im Jahre 1887 gründete er den katholischen Arbeiterverein in Isselburg, besser bekannt unter dem Namen KAB St. Josef Isselburg. Ein genaues Datum zur Gründung ist nicht bekannt. Der Grund: Erst ab 1909 sind Protokollbücher geführt worden. Sei’s drum. Dieses Jahr darf die Bewegung auf ein stolzes Jubiläum blicken. Seit 125 Jahren setzt sich die KAB mit viel Engagement für die Belange der Kirche in der Welt der Arbeiter auch in Isselburg ein. Und zwar unerschrocken und unermüdlich, wie sich beim Blick auf die Historie zeigt.
Trotz vielen Unbills wie Krieg und Zerstörung hat es die KAB immer wieder verstanden, ihre Ziele und vielschichtigen Aufgaben nie aus den Augen zu verlieren. Dennoch: Mit Beginn des Ersten Weltkrieges erlosch jegliches gesellschaftliche Leben, und auch die Arbeit der KAB ruhte. Vorerst.
Feste Größe im Vereinsleben
Die erste Versammlung nach dem Krieg fand am 9. Februar 1919 statt. Trotz aller Vorkommnisse zeugte sie vom ungebrochenen Leben der Gemeinschaft. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten war das Leben des katholischen Arbeitervereines ernsthaft bedroht. Am 28. April 1935 kam das Aus. Der Verein wurde von den Machthabern verboten. Allerdings löste sich die KAB als einer der wenigen Vereine im Regierungsbezirk niemals vollständig auf. Und so erwachte am 27. Oktober 1946 die KAB aus ihrem verordneten Schlaf wieder auf und nahm ihre Arbeit neu auf.
Seit diesem Tag gehört die KAB in Isselburg wieder zu einer festen Größe im Vereinsleben. Die vielen von der KAB angebotenen Veranstaltungen finden immer mehr Resonanz – seien es Kochabende, Pättkestouren, Firmenbesichtigungen, Kanufahrten, das Sommerfest, Familienwochenenden oder auch Reisen über mehrere Tage. Auch die Mitgliederzahl kann sich sehen lassen: Knapp 230 Mitglieder zählt die Bewegung.
Zum 125-jährigen Jubiläum hat die KAB den Hobbyhistoriker Fritz Stege dazu überreden können, eine neue Chronik zu erstellen. Eine gute Wahl: Fritz Stege ist es hervorragend gelungen, anhand einer Zeitleiste einen kleinen Teil der Geschichte der katholischen Kirchengemeinde St. Bartholomäus Isselburg und damit auch der KAB St. Josef zusammenzufassen. Zu erwerben ist die Chronik ab 3. März unter anderem beim Bezirkstag der KAB. Die Schutzgebühr beträgt zwei Euro.
Nicht nur der Bezirkstag wird einer der Höhepunkte des Jubiläumsjahres der KAB sein. Am 23. August feiert die Alten- und Rentnergemeinschaft ihr 45-jähriges Jubiläum im Festzelt auf der Dierte und lädt alle Rentner der Umgebung zu einem bunten Nachmittag ein.
Am 25. August steigt dann das große Jubiläumsfest. Nach dem Hochamt um 14.30 Uhr mit Weihbischof Wilfried Theising aus Xanten und festlicher Gestaltung durch den Isselburger Kirchenchor geht es in einem Bannermarsch über die Drengfurter Straße zum Festzelt. Ab 16.15 Uhr findet dort der große Festakt statt, zu dem auch die Bundesvorsitzende der KAB, Sabine Schiedermair aus Würzburg, ihr Kommen angekündigt hat.
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