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Verkehrspolitik

Bürgerbus soll Fahrt aufnehmen

14.09.2012 | 21:55 Uhr
Bürgerbus soll Fahrt aufnehmen

Isselburg. Der Nahverkehr ist in Isselburg weiter ein wichtiges Thema. Auf der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Schule, Sport, Kultur und Soziales wurde sich auf Antrag der SPD mit dem Thema Bürgerbus beschäftigt. „Wir bitten, die Verwaltung zu prüfen, ob es eine Möglichkeit gibt, einen Bürgerbus einzurichten“, trug Fraktionsvorsitzender Dr. Theodor Beine vor. Angesichts der teilweise fehlenden Anbindungen an das Netz des öffentlichen Personennahverkehrs und ungünstigen Fahrtzeiten am Abend und an den Wochenenden sei es sinnvoll, dass sich die Politik mit diesem Gedanken beschäftigt.

Zwar hatte es vor einigen Jahren auch schon einmal eine ähnliche Initiative gegeben, aber die Idee wurde schnell wegen mangelnden Interesses aus der Bevölkerung zu den Akten gelegt. „Ich finde das im Prinzip sehr gut“, lobte Ulrich Halfmann (Grüne) den Vorstoß der Genossen. „Aber es ist immer eine Sache, wo die Stadt Geld reinschmeißen muss.“ Allein die Idee in ein Konzept zu fassen und dann die Realisierung in ein konkretes und funktionierendes Projekt umzusetzen, sei mit Aufwand verbunden. „Wieso sollen wir die Verwaltung unnötig an die Arbeit setzen“, so der Grünen-Politiker, der dies mit dem geringen finanziellen Spielraum während der Haushaltssicherung begründete. Daher plädierte Halfmann, das Projekt auf Eis zu legen. Erst 2016, wenn Isselburg wieder vollkommen handlungsfähig sei, könne die Idee Bürgerbus verwirklicht werden.

Grundsätzlich war die CDU durchaus bereit, über die Idee zu sprechen. „Wir sollten die Sache mal angehen“, gab Dr. Stephanie Krause ein neutrales Statement ab. Einstimmig stimmte der Ausschuss dann für den Vorschlag, zu einer der nächsten Sitzungen einen Bürgerbusverein aus einer anderen Kommune einzuladen. Bürgermeister Rudi Geukes konnte mitteilen, dass er bereits Kontaktadressen zum Beispiel vom Emmericher Bürgerbusverein habe.

In diesem Zusammenhang schmiss der Bürgermeister auch noch einen weiteren Gedanken in die Diskussion. „Rein theoretisch könnte so vielleicht unter dem Motto Bürgerhilfe auch etwas gegen das Problem mit den Schulbussen in Heelden getan werden“, sagte Geukes, der damit aufzeigte, dass ein Bürgerbus nicht unbedingt nur ein Angebot für ältere Mitmenschen ist.

Torsten Tenbörg


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