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Äffchen turnen im Schlossgarten-Baum

06.11.2011 | 20:00 Uhr
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Äffchen turnen im Schlossgarten-Baum
Samstag, den 05.11.2011. Ausstellungseröffnung -East meets West-Künstlerin Han JinYu (Künstlername Tingting) links und der Schloßherr Fürst Carl (auch Karl) Philipp Joseph Petrus Cölestinus Balthasar Prinz zu Salm-Salm rechts mit einem Bild der Künstlerin gemalt im Neo - Realismus und es zeigt den Louvre in Paris. Foto: Kurt Michelis WAZ / FotoPool

Anholt.   Wo früher mal die Kaffeeküche des Anholter Schosses war – konnte am Wochenende eine bemerkenswerte Ausstellung besichtigt werden

Unter dem Motto „Wenn der Osten den Westen trifft oder auf Englisch „Eats meets West“.

Die Künstlerin Han Jin Yu, Künstlername TingTing, ie derzeit als Gast von Fürst Carl-Philipp zu Salm-Salm in Anholt auf Gut Hardenberg lebt, zeigte ihre über 40 Werke, die sie während ihres vierwöchigen Aufenthaltes in Anholt gemalt hat. Und diese Werke zeigten vor allen Dingen die vielen Unterschiede, die der Chinesin zwischen Deutschland und ihrer Heimat aufgefallen sind.

Bis zu 18 Stunden täglich

Teilweise hat die 32-Jährige bis zu 18 Stunden täglich gearbeitet, wusste Fürst Carl Philipp zu Salm-Sam zu berichten. „Und ich bin nicht nur von dem Arbeitseifer der Künstlerin beeindruckt“, lobte der Fürst, „sondern vor allen Dingen von der hohen Qualität ihrer Werke und ich freue mich darüber, dass ich so viele Interessierte hier im Schlossgewölbe begrüßen darf.“

Inspirieren lassen hat sich die Künstlerin von der Umgebung und so sind beeindruckende Stillleben und Landschaftsbilder entstanden.

Dass sie Tiere liebt, ist an den vielen Tierbildern zu sehen. Vor allen Dingen die Pfauen von Gut Hardenberg und die beiden Hunde – Tamina und Olivia – von Elisabeth Fürstin zu Salm-Salm waren immer wieder Motive, die in verschiedenen Techniken festgehalten hat. Sowohl mit chinesischer Tinte auf Papier, Kohle auf Kraftpapier, Aquarelle auf Papier oder Seide aber auch mit Öl auf Leinwand ist Han Jin Yu eine begnadete Künstlerin. Ein Werk jedoch ist ein ganz Besonderes Bild für Malerin. Es zeigt einen Mammutbaum mit herunterhängenden Zweigen im Anholter Schlosspark-- die Affen in den Zweigen des Baumes sind halt künstlerische Freiheit.

Fertigkeit in Malerei, Dichtung und Kalligraphie

Bereits als dreijährige wurde Han Jin Yu von ihrer Mutter für die Lehre der traditionellen chinesischen Kunst angemeldet und sie entwickelte eine Fertigkeit in Malerei, Dichtung und Kalligraphie. Erst 15 Jahre alt erweiterte sie ihre Kenntnisse in der westlichen bildenden Kunst bevor sie sich mit 16 Jahren in einen Grafik-Design-Universitäts-Vorbereitungskurs einschrieb. Ab ihrem 20. Lebensjahr studierte sie im Fachbereich Ölmalerei an der Central Academy of Fine Arts in Beijing und wurde 2008 Mitglied in der Beijing Oil Painting Society.

Seit Mai 2010 ist die Künstlerin, die dafür ein Stipendium bekommen hat, im Künstlerhaus Meinersen in Niedersachsen tätig.

„Ich mag Deutschland“, sagte Han Jin Yu, „die Menschen hier haben mich freundlich und gut aufgenommen. Lediglich das Essen in Deutschland ist für mich ungewohnt und schmeckt mir nicht.“

Wenn Han Jin Yu es sich leisten kann, dann möchte sie gerne noch bis 2014 in Deutschland bleiben, aber es sei nicht einfach, mit Kunst Geld zu verdienen. Sicherlich hilft ihr bei ihrem Vorhaben eine wenig der Verkauf ihrer Bilder. Denn schon kurz nach Ausstellungseröffnung waren bereits einige ihrer Werke verkauft.

Brigitte Tausche

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