Zuschlag wohl für Heutelbeck
10.04.2008 | 18:11 Uhr 2008-04-10T18:11:00+0200
Iserlohn. Wenn der Planungsausschuss und der Hauptausschuss in der nächsten Woche zustimmen, dann wird die B&U Heutelbeck AG Eigentümer eines extrem prominent gelegenen Grundstücks.
Wie aus einer Vorlage für den nicht öffentlichen Teil der beiden Rats-Ausschüsse hervorgeht, empfiehlt die Verwaltung den Verkauf des 440 Quadratmeter großen Fläche, die direkt an den neuen Kreisverkehr am Bahnhof angrenzt, an das Iserlohner Unternehmen. Für das Grundstück, das zu Jahresbeginn über Zeitungsanzeigen zum Kauf angeboten worden war, hatten sich mehrere Investoren interessiert, Dass die Heutelbeck AG den Zuschlag erhalten soll, erklärt sich allerdings nicht nur durch das mit Abstand höchste Gebot, sondern auch durch das Nutzungskonzept, das am Bahofs-Kreisel realisiert werden soll. Auf einer von der Altstadt her offenen Stellplatzanlage will Heutelbeck ein viergeschossiges Gebäude aufbauen, das im Erdgeschoss Einzelhandelsnutzungen vorsieht. Um das Angebot in dem Quartier gezielt zu ergänzen sollen Mieter wie ein Reisebüro, eine Apotheke, ein Blumen- und Geschenkartikelladen oder ein Reformhaus gewonnen werden. „Wir haben noch keinen Strich auf das Papier gebracht, aber schon ausreichend Nachfrage, um die Hälfte der Erdgeschoss-Fläche zu belegen”, zeigt sich Gerd Heutelbeck im Gespräch mit unserer Zeitung überzeugt davon, das Konzept erfolgreich umsetzen zu könnern. Im ersten bis dritten Obergeschoss sollen Bürodienstleistungen und Arztpraxen einziehen, ein aufgesetztes Staffelgeschoss der Wohnnutzung dienen.
Hohen Wert legt Gerd Heutelbeck auf die Architektur der Immobilie. Aufgrund der exponierten Lage am Kreisverkehr sollen die Architekten Brüggemann und Schmidt den Auftrag erhalten, ein repräsentatives Gebäude zu planen, bei dem auch die Nutzung regenerativer Energien eine wichtige Rolle spielt.
19:52
@iserlohner
der angedachte aktive Boykott durch ehemalige Bahnhofskunden ist nur theoretisch eine gute Sache, wenn man diese Alternative aus dem Blickwinkel der dort mittlerweile ansässigen Geschäftsleute sieht.
Diese werden über kurz oder lang keine Mieten mehr zahlen können, wenn die Kunden ausbleiben – was in Anbetracht der derzeitigen Parkplatzsituation – mehr als verständlich und absehbar ist.
Noch viel unglaublicher sind Beobachtungen, die kürzlich am Bahnhof gemacht wurden.
Knöllchen haben ihre Existenzberechtigung, wenn jeder gleich behandelt wird und diese nicht den negativen Beigeschmack eines merkwürdigen Spielchens haben.
Beispiel 1:
Ein Auto fährt auf das zeitweise heilige Areal des reichlich großzügig dimensionierten Busbahnhofes, um einer älteren Person den Weg zu den Gleisen zu erleichtern.
Noch bevor es stoppen konnte, springen zwei der zufällig dort ihren Dienst versehenden Herrschaften mit der gut sichtbaren Aufschrift, die etwas mit Ordnung zu tun hat, in mutiger Manier hinter das Auto, zücken eine Kamera und händigen dem verdutzen Fahrer einen der berühmten Zettel aus. Dann versammeln sich die von dieser überaus gewagten und gefährlichen Leistung geschwächten Hüter der Ordnung vor der Bäckerei und vertiefen sich in ein Gespräch um ihre Wunden zu lecken.
Dieses sicherlich überaus wichtige Ritual lässt sie gänzlich übersehen, dass sich gerade zwei weitere Autos in den heiligen Bereich verirrt haben, die jedoch aus unerfindlichen Gründen nicht so interessant zu sein scheinen, dass das Recht oder Unrecht gleich Recht oder Unrecht ist.
Dann zogen sich die Hüter der Ordnung zufrieden über die Erfüllung ihres schweren Amtes zurück, um anderswo ihrem einträglichen Geschäft nachzugehen und um sich dort den Kick der Pflichterfüllung im Dienste der Ordnung zu geben.
Beispiel 2:
Eines dieser grün-silbernen Autos mit blauen Leuchten fährt auf den heiligen Platz der Ordnungsliebe. Mutig und in voller Pflichterfüllung setzt sich eine weibliche Person der Gefahr aus, vor einer der Bauminseln zu parken um eine Tüte Backwaren zu besorgen. Nicht nur das … Offensichtlich hatte sie beim ersten Auftrag etwas vergessen und musste unter Einsatz ihres Lebens erneut in den Gefahrenbereich eintreten. Dieses Mal allerdings mit einer weitaus größeren Leistung, denn es waren weitere drei Tüten.
Unbehelligt vom geltenden Straßenverkehrsrecht oder einem blauen Schild, welches für alle Teilnehmer des Straßenverkehrs gilt, sind sie dann zufrieden und in genussvoller Hoffnung auf die Früchte ihres Einsatzes abgezogen. Ohne Blaulicht und ohne Sonderrechte.
Beispiel 3:
Ein Ordnungshüter in grüner Uniform wurde am Bahnhof darauf angesprochen, dass mal wieder ein Autofahrer auf den nicht durch ein Piktogramm gekennzeichneten Behindertenparkplatz in der Rahmenstraße reingefallen ist.
Dieser ist eine böse Falle, denn mehrmals pro Woche werden dort Autos heftig kostenpflichtig abgeschleppt. Zwar definieren die dort aufgestellten Schilder eindeutig zwei Behindertenparkplätze aber ein Piktogramm wäre im Sinne des eigentlichen Sinnes besser. Allerdings nicht für die Knöllchensammler und auch nicht für den Abschleppdienst. Lediglich für den Bürger der Stadt Iserlohn.
Die Antwort des Herren in grüner Uniform – nachdem er sich das Szenario kritisch angeschaut hatte: Das ist eine Aufgabe der Politessen …
Anschließend ist er zufrieden über seine clevere Antwort seiner Wege gegangen und nichts ist im Sinne der Behinderten geschehen.
So weit zu einigen Beobachtungen, die sich in der letzten Zeit am neuen Bahnhof zugetragen haben.
Nach der aktuellen Planung sollen zum Ende des Jahres einige wenige Stellplätze in Höhe des Kreisels eingerichtet werden. Diese werden allerdings nicht ausreichen um den Bahnhof für Kunden attraktiv zu machen.
Vielleicht sollte man darüber diskutieren, die blauen Schilder mit der Bedeutung: „Für Busverkehr freigegeben“ austauschen und durch ein Hinweisschild für gemischte Nutzung ersetzen.
Vor den Bauminseln ist genügend Platz für Kurzparker vorhanden und bei ausreichender Kennzeichnung wird weder der Busverkehr, noch der Taxenbetrieb gestört oder gefährdet. Ein Tempolimit von 20 ist sowieso bereits verordnet.
p.s.
Kürzlich hat mich der Blitz getroffen. Innerhalb einer Bushaltestelle, etwa 50 Meter vor Ende der Zone 30 stand der silberne Wagen mit der fatalen Kamera und der nachfolgenden Zahlungsaufforderung.
Wenn mich nicht alles täuscht, darf man an einer solchen Stelle nicht parken. Eine Nachfrage beim hiesigen Amt ergab die Antwort, dass „Ordnungshüter“ Ausnahmegenehmigungen haben und ich brav zahlen soll.
Da frage ich mich … Ausnahmen für Blitzer ... und Ausnahmen für Brötchenholer in grün ... und Ausnahmen für nicht zuständige Ordnungshüter … ??? Wo bleibt da das gleiche Recht für alle und das Recht für die Bürger?
... es iserlohnt sich *lach* ...
03:23
seit dem Bahnhofsneubau ist mein Einkaufverhalten bei Bäcker und Kiosk von 3-4mal pro Woche auf null gesunken- die paar Stellplätze auf der anderen Strassenseite sind ein Witz im Verhältnis zum überdimensionierten Buspark- wir sind nicht Düsseldorf! Egal was auf dem neuen Grundstück angesiedelt wird- im Real.- gibts auch Apotheke, Bäcker, Blumen und und und, und zwar ohne Ticket oder Ehrenrunde wegen Parkplatzmangel- also Ivon, betreib doch aktive Stadtplanung durch Boykott...
15:03
es ist ja ganz toll was sich die stadt da einfallen lässt, aber vielleicht sollte auch mal an Parkplätzen für Kurzeitparker gedacht werden!! Keiner kauft sich mal eben ein Brötchen beim Bäcker etc. wenn gleich die Politessen bereit stehen und aus einem Brötchen ein 5 Euro Bussgeld wird.