Zum Sommerfest dürfen selbst BVB-Fans kommen

„Ageless" gehört zu den festen Bestandteilen eines jeden Sommerfests des Iserlohner Kreisels. Auch in diesem Jahr stellte sich die Band wieder in den Dienst der guten Sache.
„Ageless" gehört zu den festen Bestandteilen eines jeden Sommerfests des Iserlohner Kreisels. Auch in diesem Jahr stellte sich die Band wieder in den Dienst der guten Sache.
Foto: Dana Schmies
Was wir bereits wissen
„Iserlohner Kreisel“ feierte mit zahlreichen Besuchern sowie Live-Musik von „Ageless“ und „In etwa“.

Sümmern..  In etwas kleinerem Rahmen als beim Rocksommer in Barendorf, aber ebenso stimmungsvoll und phonstark feierte am Samstag der „Iserlohner Kreisel“ sein diesjähriges Sommerfest auf dem Gelände des Getränkemarkts Ockinga mit hunderten von Besuchern. Und mit „In etwa“ und „Ageless“ traten bei den Freunden blauweißer Fußballkunst zwei Bands auf die Bühne, die exakt wussten, welche Songs bei einer fröhlichen Fußballparty zu spielen sind.

So ernst Fußball auch zu nehmen ist, beim Kreisel-Fest treten die Rivalitäten zwischen den Fans in den Hintergrund, steht die Feier schließlich im Zeichen der guten Sache. Denn wie in jedem Jahr wird der Überschuss einem guten Zweck zur Verfügung gestellt, so dass sich in Kürze die Iserlohner „Flaschenkinder“ über eine finanzielle Unterstützung durch den Fanclub mit der Dachverband-Nummer 971 freuen darf. „Wir heißen jeden willkommen, selbst wenn er Dortmunder ist“, erklärt Kreisel-Vorsitzender Stefan Nobst schmunzelnd, dass zu den seit der Gründung regelmäßig veranstalteten Sommerfesten stets auch zahlreiche Anhänger anderer Vereine den Weg gefunden haben und selbst Trikots des Teams aus Lüdenscheid-Nord auf dem Festgelände ausnahmsweise geduldet werden. Stefan Nobst: „Wir haben hier noch nie Theater gehabt.“

Gegründet wurde der „Iserlohner Kreisel“ im Jahr 2007 – in der Kellerbar des heutigen Vorsitzenden. „Wir waren damals 13 Leute, natürlich nur Männer, die sich bei mir zum Fußballgucken getroffen haben.“ Um auch die Parterinnen teilhaben zu lassen, beschloss die Herrenrunde, ein Sommerfest auszurichten. „Und das wurde immer größer, so dass wir uns letztlich entschlossen haben, einen Schalke-Fanclub zu gründen.“ Der hat mittlerweile 115 Mitglieder und sein festes Domizil im „Blauen Salon“ auf dem Gelände der Firma Ockinga. Dessen Herrichtung zum stilechten Schalk-Tempel dauerte mit der tat- und finanzkräftigen Unterstützung der Mitglieder ein gutes Jahr und ist nun der Anlaufpunkt an jedem blau-weißen Fußballtag. Apropos Fußball: Auch die Kreisel-Mitglieder litten fürchterlich in der vergangenen Saison, räumt Stefan Nobst ein, „dieser Anti-Fußball unter Di Matteo war ja nicht auszuhalten“. Für die neue Spielzeit indes regt sich in dem 45-jährigen „Schalker von Geburt“ durchaus Hoffnung auf Besserung: „Wenn Breitenreiter (Schalkes neuer Trainer) auf die Jungs aus dem Nachwuchs setzt, dann wird das auch wieder was.“