Zeit und Sorgen sparen durch moderne Geräte

Susanne Munkelt und Dr. Hans-Dieter Kloft zeigen das neue Endosonografie-Gerät.
Susanne Munkelt und Dr. Hans-Dieter Kloft zeigen das neue Endosonografie-Gerät.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Das St.-Elisabeth-Hospital hat bei der Diagnostik ein hochmodernes Niveau erreicht: Zwei Ultraschallgeräte ermöglichen präzise Diagnosen und können OPs vermeiden.

Iserlohn..  Die neueste Errungenschaft des „Fuhrparks“, wie Chefarzt Dr. Hans-Dieter Kloft die Diagnostikgeräte des St.-Elisabeth-Hospitals nennt, kann vielen Patienten Zeit, Nerven und vor allem unnötige Operationen ersparen. Denn seit einigen Monaten verfügt das Krankenhaus über hochmoderne Geräte im Bereich Ultraschall.

„Erste große Studien gab es vor etwa zehn Jahren, jetzt erst halten die Endosonografie und die Kontrastmittel-Sonografie Einzug in die großen Häuser“, so Kloft. Er freut sich über die mehrere 10 000 Euro teure Investition, die das Haus in Trägerschaft der Katholischen Kliniken im Märkischen Kreis auf ein sehr hohes Niveau stellt. Die Ultraschall-Untersuchung mit Kontrastmittelverstärker dauert nur etwa zehn Minuten, ist für die Gesundheit – anders als beispielsweise Röntgen oder andere Bild gebende Verfahren – unbedenklich.

Herde an der Leber könnenbesser dargestellt werden

Kloft verdeutlicht die Vorteile am Beispiel der Leber: „Bei fünf Prozent der Bevölkerung werden im Ultraschall Herde an der Leber festgestellt.“ Mal handele es sich dabei um Blutschwämmchen, dann um hormonelle Veränderungen und im schlimmsten Fall um Krebs. Bei 40 Prozent der Patienten ist ohne das neue Verfahren nicht klar zu diagnostizieren, um welche Erkrankung es sich handelt. Mit Hilfe des Kontrastmittels – einer Flüssigkeit, die Gasbläschen enthält – wird das Ultraschall reflektiert und damit verstärkt. Auch die Blutgefäße sind damit darstellbar. Je nachdem, wie sich das Kontrastmittel in der Leber darstellt, ist klar: Entwarnung oder weitere, vertiefende Untersuchungen.

Die sind beispielsweise durch die zweite Neuheit am St.-Elisabeth-Hospital möglich. Die Endosonografie wird im Inneren des Körpers vorgenommen und bietet so den Vorteil, dass der Arzt viel näher an die Organe gelangt. Zur Betrachtung von Speiseröhre, Magen und Bronchien wird ein spezielles flexibles Endoskop verwendet. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Proben zu nehmen.

Viele Operationen könnenkünftig vermieden werden

Durch die beiden neuen Geräte können künftig zahlreiche Operationen vermieden werden. Wurde vor etwa zehn Jahren noch die Leber punktiert, wenn ein Herd im Ul­traschall auftauchte, so können Kloft und seine Kollegen heute vermeiden, ein grundsätzlich unbedenkliches Blutschwämmchen zu erwischen und damit im schlimmsten Fall den Tod des Patienten zu riskieren. Der Chefarzt der „Inneren“ am St.-Elisabeth-Elisabeth-Hospital freut sich über die weitere Spezialisierung.