Zeichen des Friedens zum Spielwochen-Finale

Nachdem die vergangenen Tage in der KInderstadt temperaturmäßig doch recht kühl waren, herrschte am Freitag beim Abschlussfest, das mit der Ballonaktion des Kinder- und Jugendrates begann, wieder bestes Wetter.
Nachdem die vergangenen Tage in der KInderstadt temperaturmäßig doch recht kühl waren, herrschte am Freitag beim Abschlussfest, das mit der Ballonaktion des Kinder- und Jugendrates begann, wieder bestes Wetter.
Foto: Josef Wronski/IKZ

Iserlohn..  Mit einem besonderen Zeichen für ein friedliches Miteinander in Iserlohn und auf der ganzen Welt begann am Freitagnachmittag das Abschlussfest der zweiten Spielwoche in der Kinderstadt in der Läger.

Die rund 130 Einwohner von „Iser-Kid-City“ und die Betreuer ließen bei der vom Kinder- und Jugendrat initiierten und bereits im Mai einmal durchgeführten Aktion Luftballons mit Karten aufsteigen, auf denen sie zuvor ihre Wünsche für eine friedvolle Zukunft, gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit notiert hatten.

„Wir haben in dieser Woche hart gearbeitet und viel vorbereitet“, lud anschließend die Bürgermeisterin von „Iser-Kid-City“, Tabea Lehmann, Eltern, Großeltern, Freunde und Bekannte der Kinder ein, sich vor allem als Publikum vor der Bühne, aber auch in den Zelten selbst ein Bild von den Ergebnissen der Woche zu machen. Das hatte zuvor schon Dr. Peter Paul Ahrens getan und sich abermals begeistert gezeigt. Beim Interview nutzte Tabea Lehmann die Gelegenheit, ihren „Amtskollegen“ nicht nur über seine Motivation wie auch die Schattenseiten des Berufes auszufragen. Zugleich dankte die Elfjährige für die Runde Eis, die ihre Vorgängerin Lea-Marie Margarf in der Vorwoche bei Dr. Ahrens für alle herausgeholt hatte – und trat, auch was das angeht, gleich in ihre Fußstapfen: „Und danke auch schon mal für den Eiswagen in der nächsten Woche!“, meinte sie augenzwinkernd, bevor sie die Bühne frei machte für die Darbietungen aus dem „Tanzpalast“, vom Zirkus und der „Iser-Kid-City-Rasselbande“, die ihre Premiere mit einer Jam-Session hatte. Geehrt wurden auch wieder die Sieger der Spielolympiade und Fußballturniere der vergangenen Tage.

Überhaupt war wieder in der zweiten Spielwoche so einiges los in der Kinderstadt, und auch darüber hinaus. So gingen einige Bürger von „Iser-Kid-City“ ins Stadtmuseum am Fritz-Kühn-Platz. Dort erklärte ihnen Museumspädagoge Peter Häusser, wie mittelalterliche Gärten ausgesehen haben und was dort hauptsächlich angepflanzt wurde, nämlich Kräuter. Deshalb bekamen sie von Häusser auch Blumentöpfe geschenkt, die sie anschließend mit Kressesamen bepflanzen konnten.

Führung durchs Stadtmuseum war ein voller Erfolg

Anschließend ging es nebenan weiter im Bürgerraum des Bürgervereins Südstadt, wo Monika Brinkmann und Pfarrer Andres Michael Kuhn die Kinder begrüßten. Nach einer Tour durch die „Südstadtgärten“ inklusive Kräuterverkostung pflanzten die Kinder Erdbeeren in ein von der „Iser-Kid-City“-Werkstatt eigens angefertigtes Gestell. „Ihr könnt jederzeit wieder ins Museum kommen“, sagte Peter Häusser zum Abschluss – ein Angebot, das auch sogleich genutzt wurde: Zwei Kinder trennten sich von der Gruppe und marschierten schnurstracks zurück ins Stadtmuseum, so gut hatte es ihnen dort gefallen. Zum Glück wurde das schnell bemerkt, so dass alle gemeinsam in die Läger zurückgingen.

Am Donnerstag stattete dann die Sondereinheit Rettungshunde der Feuerwehr Iserlohn wie auch bereits in der ersten Spielwoche der Kinderstadt einen Besuch ab. Anke Hohage erklärte dabei den Einwohnern von „Iser-Kid-City“ den richtigen Umgang mit Hunden und fragte die Kinder nach möglichen „Berufen“ für die Tiere. „Drogenspürhund“ hieß es sogleich, „Lawinenhund!“, so weit so gut. „Model!“ Da musste Anke Hohage schmunzeln: „Nun ja, vielleicht in Amerika.“ Gemeinsam mit ihren Kollegen Kirsten Krause, Sven Ruhrmann, Denise Dorsten und Volker Schmitt und den Hunden führte sie eine kleine Parcours-Show vor, und auch ein Rettungseinsatz wurde simuliert. Zum Abschluss des Spektakels durften die Kinder, die zwischendurch immer schon applaudiert hatten, die Hunde auch noch streicheln.

Anmeldungen noch für dritte Spielwoche und einzelne Tage möglich

In der dritten Spielwoche, die am kommenden Montag,13. Juli, beginnt, sind noch Plätze frei. Teilnehmen können alle Kinder ab dem 2. Schuljahr und bis zum Alter von 13 Jahren. Anmeldungen sind ab Montag direkt in der Kinderstadt möglich, und zwar sowohl für die gesamte Woche für einen Betrag von 55 Euro als auch morgens immer für den jeweiligen Tag, der dann einzeln 12 Euro kostet. Geöffnet ist die Kinderstadt täglich von 9 bis 16.30 Uhr. Bei einer Wochen-Anmeldung kann gegen einen Aufpreis von 5 Euro für die fünf Tage eine Frühbetreuung dazu gebucht werden.