„Wir müssen junge Leute gewinnen“

Der Märkische Arbeitgeberverband  präsentierte stolz den neuen InfoTruck, der die Berufe der Metall- und Elektroindustrie schmackhaft machen soll.
Der Märkische Arbeitgeberverband präsentierte stolz den neuen InfoTruck, der die Berufe der Metall- und Elektroindustrie schmackhaft machen soll.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Der Märkische Arbeitgeberverband stellte seinen neuen InfoTruck vor, der mit multimedialen Anwendungen und anschaulichen Experimenten interessierte Schülerinnen und Schüler an die Berufe der Metall- und Elektroindustrie heranführen soll.

Iserlohn..  Die alten „InfoMobile der M+E-Industrie“ des Märkischen Arbeitgeberverbandes (MAV) sind Geschichte. Die Zukunft gestaltet sich größer, multimedialer und vor allem interaktiver. Konkret in Form eines zweistöckigen InfoTrucks, den der MAV am Mittwoch erstmalig in NRW präsentierte.

„Wir brauchen Nachwuchs in den Berufen der Metall- und Elektroberufen“, lautet das klare Ziel von Horst-Werner Maier-Hunke, Vorsitzender des Märkischen Arbeitgeberverbandes. Um eben genau dieses Ziel zu erreichen, begann der Verband vor drei Jahren den 1,2 Millionen Euro teuren Truck zu planen. Bundesweit werden insgesamt zehn dieser fahrenden Informationsstände unterwegs sein, zwei davon in NRW.

Der InfoTruck setzt neue Maßstäbe

„Mittlerweile setzen wir schon seit 27 Jahren auf die mobilen Informationsstände. Nun aber war es an der Zeit, den Truck an die Gegebenheiten und die Entwicklung der M+E-Industrie anzupassen“, sagte Maier-Hunke. So entstand in Zusammenarbeit von Experten aus den Bereichen Fahrzeugbau, IT sowie Pädagogik ein Truck der Superlative, der Schülerinnen und Schülern die 30 Kernberufe der Metall- und Elektroindustrie näherbringen soll.

Auf der unteren Etage schlägt das Herz jedes Technikbegeisterten ein wenig höher. In der einen Ecke können die Besucher unter Anleitung eine computergesteuerte CNC-Fräsmaschine programmieren und ihr eigenes Werkstück fertigen, in der anderen können sie anhand eines Aufzugmodells erfahren, weshalb intelligente IT-Steuerung die Wartezeit für Nutzer deutlich reduziert. Viele weitere Exponate geben Einblicke in die Vielfalt der Berufe in der Metall- und Elektroindustrie.

Auch in der oberen Etage hat man sich den medialen Gepflogenheiten der Jugendlichen angepasst. Auf einem 1,5 Quadratmeter großen Multitouchtable läuft eine animierte 3D-Softwareanwendung und lädt bis zu sechs Besucher gleichzeitig auf eine interaktive Erkundungsreise durch ein virtuelles M+E-Unternehmen ein. Außerdem erhalten die Schülerinnen und Schüler Informationen zu den Praktikums- und Ausbildungsmöglichkeiten. „Unten wird gespielt, oben wird diskutiert“, fasste Armin Skaladny knapp zusammen.

Ausbilder und Auszubildende meistens mit vor Ort

Begleitet werden die Schulklassen von einem zweiköpfigen pädagogischen Beraterteam. Häufig jedoch werden sie auch von Ausbildern und Auszubildenden aus den Betrieben der Region unterstützt. „Es ist immer sehr schön zu sehen, dass die Jugendlichen eher Personen vertrauen, die in einem ähnlichen Altern sind. Genau deswegen ist es wichtig, dass die Auszubildenden mit vor Ort sind und die Interessierten mit an die Hand nehmen“, sagte Maier-Hunke. Für ihn steht aber auch noch eine weitere Gruppe im Fokus bei der Berufsorientierung, die er gerne mit ins Boot holen möchte. „Bei der Berufswahl werden die jungen Leute sehr stark von ihren Eltern geprägt. Dementsprechend ist es nur logisch, dass wir auch sie mit diesem InfoTruck ansprechen möchten.“

Die ersten Schulklassen haben schon in den kommenden Tagen Gelegenheit, in die Welt der M+E-Industrie einzutauchen. Den Start macht die Realschule Hemer.