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Abi-Sturm

„Wir machen uns vom Acker“

12.06.2012 | 16:04 Uhr
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„Wir machen uns vom Acker“
Die Abiturienten des Berufskollegs an der Hansaallee feierten gestern Morgen ausgelassen ihren „Abi-Sturm“. Mit Zellophanbahnen und , Flatterband und Absperrgittern blockierten sie die Eingänge zur Schule.

Iserlohn. „Abitur! Abi! Abi! Abitur!! Wir haben Abitur!“ Bianca, Melina, Lisa, Christina und Melanie singen frühmorgens auf der Hansaallee immer wieder diesen Refrain. „Wir sind geil! Wir haben das Abitur bestanden!“ ruft Gustav aus dem feiernden Pulk. Alle tragen Shirts mit dem Motto „Kohlrabi - Wir machen uns vom Acker!“ und den Namen aller Abiturienten.

Ihre Freunde stoppen vor dem Berufskolleg die Wagen ihrer Lehrer an und zielen mit Wasserpistolen auf die Fahrer: „Parkgeld!“ lautet ihre Forderung. Sie drohen Wasserbombardements an. Einige Pädagogen zahlen bereitwillig den ein oder anderen Euro. Andere lassen sich nicht lumpen und zahlen sogar ein Scheinchen. Wieder andere verstehen keinen Spaß und drohen mit einer Anzeige wegen Nötigung. Aber schnell entspannt sich die Lage wieder, weil Kollegen schlichtend dazuwischen gehen. Der Erlös fließt dem Abi-Ball zu.

Laute Musik donnert aus dem Innenhof des Berufskollegs. Dort geht eine rustikalen Hofparty ab, Strohballen, Bierzeltgarnituren, ein Trecker und ein Amphibienfahrzeug der Bundeswehr haben die Partyorganisatoren dort aufgebaut. DJ Mason Glombica sorgt an der Anlage mit Partykracher für Stimmung. Die tanzenden jungen Leute baden im Nebel auf dem Schulhof und reißen dazu immer wieder ihre Arme hoch. „Wir haben durchgemacht“, verrät Lina. „Nach dem Monaten des Lernens ist es einfach befreiend“, gesteht Kathi, der man die Erleichterung anmerkt. Sina und Mareike nickend bestätigend.

„Das war noch nie so ein geiler Abisturm!“ Da sind sich Gustav und Jan Nikolas einig. „Wir haben alles, was eine gute Party braucht: Durchhaltevermögen, eine super Stufe, eine Strandbar, ein DJ-Pult und eine Nebelmaschine.“ Sie bedauern nur, dass einige wenige Mitschüler den Abschluss nicht geschafft haben.

Rot-weißes Flatterband, Zellophanbahnen und Absperrgitter blockieren Eingänge, so dass die übrigen Schüler einen Umweg nehmen müssen, um ins Berufskolleg zu gelangen. Auch drinnen „dekorierten“ die Abiturienten den „Kolibri“-Treffpunkt und die Treppenhäuser mit Zellophan und Flatterband. Und nach der vierten Stunde „befreien“ sie ihre Mitschüler, indem sie Unterrichtsräume „stürmen“.

Am Freitag erhalten die Abiturienten des Berufskollegs dann ihre Zeugnisse und feiern Abi-Ball im Grohe-Forum.

Von Cornelia Merkel

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