Wildschweine wühlen wieder

Maike Pohl und Sohn Benjamin waren gestern Morgen von dem nächtlichen Besuch einer Wildschweinrotte wenig begeistert.
Maike Pohl und Sohn Benjamin waren gestern Morgen von dem nächtlichen Besuch einer Wildschweinrotte wenig begeistert.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Der Garten von Familie Pohl am Auerweg gleicht einem Schlachtfeld.

Iserlohn..  Es ist wieder so weit. Die Wildschweine aus dem Stadtwald dringen auf der Suche nach besonders fetten und leckeren Happen wieder in Gärten am Waldrand ein. Jedes Jahr, wenn die Bachen ihre neugeborenen Frischlinge versorgen müssen, durchwühlen sie den Boden, um Käferlarven, Schnecken, Würmer oder auch Wühlmäuse auszugraben. Und das eben nicht nur im Wald, sondern gerne auch in den angrenzenden Privatgärten.

So geschehen am Auerweg direkt unterhalb des Fröndenbergs bei Familie Pohl. Volker Pohl, der die übergroßen Spuren des nächtlichen Besuchs gestern Morgen mit Schrecken festgestellt hat, weiß, dass es diese Rotte vor allem auf seine Blumenzwiebeln abgesehen hatte. Überall da, wo er sie vergraben hat, haben die Wildschweine alles durchwühlt – nicht nur auf der Wiese, sondern auch im Blumenbeet. Beim frühen Spaziergang mit dem Hund hatte seine Frau Maike Pohl die Rotte sogar noch im Stadtwald in der Nähe der Drachenschlucht gesehen – rund 25 Tiere, die meisten davon Frischlinge.

Der materielle Schaden, so Volker Pohl, sei gar nicht so schlimm. Aber die viele überflüssige Arbeit, die jetzt auf ihn wartet, um den Rasen, die Beete und den demolierten Maschendrahtzaun wieder in Ordnung zu bringen, sei schon ärgerlich. Und die Aussicht, dass das jederzeit wieder passieren kann, auch.