Wettbewerb Alexanderhöhe: Auf Input von außen gespannt
01.04.2011 | 17:29 Uhr 2011-04-01T17:29:00+0200
Iserlohn. Auch wenn der Planungsausschuss sich nur auf Basis einer Informationsdrucksache mit dem Thema Neuordnung der Alexanderhöhe beschäftigte, gab es offenbar Gesprächsbedarf. So kritisierte Bürgervertreter Johannes Peeren für die Linkspartei die angedachte Zusammensetzung des Preisgerichtes für den Wettbewerb. Vertreter von Interessengruppen und Parteien hätten da doch eigentlich nichts zu suchen. Jörg Teckhaus (CDU) begegnete dem. Das Preisgericht werde ausgewogen besetzt - zur Hälfte mit Fachleuten, aber eben auch mit Personen, die sich dem Komplex Alexanderhöhe und seiner Zukunft besonders verbunden fühlen.
Harald Stenger (FDP) kritisierte eine planerische Einengung durch den Auslobungstext. Es werde davon ausgegangen, dass eine neue Halle fester Bestandteil der Planungen sein müsse. Und Stenger befürchtete, dass man sich sang- und klanglos vom Thema Keglerheim verabschiede. Baudezernent Olaf Pestl sagte dazu, jeder Teilnehmer könne sich auch über Dinge hinwegsetzen, er müsse das nur gut begründen. Es sei keinesfalls so, dass den Architekten Freiheiten und Kreativität genommen werden sollten.
SPD-Fraktionsvorsitzender Mike Janke sagte, dass seine Partei besonderes Augenmerk auch auf das Thema Kegeln richten werde. Grundsätzlich begrüßte er den Ansatz, bei der künftigen Gestaltung der Alexanderhöhe externe Ideen einzuholen. „Ich bin gespannt auf den Input von außen“, so Janke.
Inzwischen wurde der Wettbewerb zur Neugestaltung der Alexanderhöhe inklusive der Errichtung einer neuen Veranstaltungshalle europaweit ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist zur Einsendung von Interessenbekundungen zur Teilnahme am Wettbewerb endet am 4. April. Bis dahin haben Bürogemeinschaften bestehend aus Architektur- und Landschaftsplanungsbüros die Möglichkeit, sich für die Teilnahme an dem Wettbewerb anzumelden. Aus der Vielzahl der eingegangenen Bewerbungen werden am 11. April unter Aufsicht des Rechtsamtes 40 Teilnehmer ausgelost, die dann Entwürfe für die Alexanderhöhe erarbeiten können. Die Prämierung der eingereichten Arbeiten erfolgt am 8. September im Rahmen einer Preisgerichtssitzung. Anschließend werden die prämierten Arbeiten im Rahmen einer Ausstellung der Öffentlichkeit gezeigt.
Eher weniger Freude hatte Mike Janke offenbar beim Studium der Drucksache zu einem SPD-Antrag, laut dem geprüft werden sollte, ob die Gartenlandschaft auf dem Marktplatz, die im Rahmen der Iserlohner Sommernächte aufgebaut wird, dauerhaft, zumindest aber für eine längere Zeit installiert werden könnte. Dort sei nur alles zusammengetragen worden, warum es nicht geht. Verärgert zeigte sich Janke von dem Argument, dass dann das Aha-Erlebnis im Rahmen der Veranstaltungen verloren ginge. Die Innenstadt solle doch dauerhaft attraktiv sein. Das Thema soll nun im GfW-Aufsichtsrat weiter behandelt werden. Bekanntlich ist die GfW Mitveranstalter der Sommernächte.
Rückendeckung vom Planungsausschuss gab es für die Absicht der Verwaltung, eine baurechtliche Genehmigung für den Abbruch des Schlieperblocks zu erteilen. Wie berichtet geht man im Rathaus allerdings davon aus, dass das Westfälische Amt für Denkmalpflege dieser Vorgehensweise nicht zustimmen und das Ministerium als oberste Denkmalbehörde einschalten wird. So oder so käme man dann einer Entscheidung über die Zukunft des Schlieperblocks näher. Mike Janke hatte zuvor gesagt, er begrüße es, dass das vermeintliche Baudenkmal dem zugeführt wird, was richtig ist, nämlich der Abriss. Linken-Bürgervertreter Johannes Peeren sieht im Schlieperblock dagegen weiter ein Ensemble von hoher Bedeutung. Der Zerfall der Siedlung sei über Jahre gewollt gewesen.
Informiert wurde der Planungsausschuss über eine Bauvoranfrage, derzufolge die Deutsche Flugsicherung in Kesbern am Sturmweg einen Sendemasten errichten möchte. Baudezernent Pestl sagte, dass es sich um keine aktive Sendeeinheit, sondern eine reine Empfangsstation handeln würde und insofern nicht von der Entstehung elektromagnetischer Felder auszugehen sei. Danach hatte bereits die CDU schriftlich gefragt. Harald Eufinger von den Grünen wollte wissen, ob so ein Mast dann dazu führe, dass künftig die Route von mehr Flugzeugen über das Iserlohner Stadtgebiet führe.
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