Werkstatt im Hinterhof zieht in neue Räume

Die SPD besuchte die neuen Räume der Werkstatt im Hinterhof, die am 16. April eingeweiht werden.
Die SPD besuchte die neuen Räume der Werkstatt im Hinterhof, die am 16. April eingeweiht werden.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Die SPD-Fraktion besuchte den renovierten und umgebauten Komplex der Firma Kissing und Möllmann. Dort haben die Werkstatt im Hinterhof und die Arztpraxis der Fachärztin für Allgemeinmedizin Dr. Martina Harbrink-Schlegel neue Räume erhalten.

Iserlohn..  „Hier ist etwas entstanden, das vorbildlich ist“, so lautete das Fazit des SPD-Fraktionsvorsitzenden Dimitrios Axourgos. Kurz vor der offiziellen Eröffnung, die für den 16. April geplant ist, nahm die SPD-Fraktion die neuen Räumlichkeiten der Werkstatt im Hinterhof in Augenschein.

Mit von der Partie waren neben Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens auch Frank Thomas Bräuer, der Bauleiter des Architekturbüros Kissing sowie Baudezernent Mike Janke, Claudia Zawada vom Kommunalen Immobilienmanagement und die Geschäftsführerin der AWo, Birgit Buchholz, als Trägerin der Einrichtung.

„Dies ist eine der wichtigsten Maßnahmen im Rahmen des Projektes Soziale Stadt Iserlohn – Südliche Innenstadt/Obere Mühle“, erklärte Baudezernent Mike Janke, dass die Stadt Iserlohn in der Regie des Kommunalen Immobilien Managements (KIM) das Teilprojekt „Werkstatt im Hinterhof“ im Gebäudeensemble des ehemaligen Firmengebäudes Kissing und Möllmann umsetzt.

„Ohne die Werkstatt sähe es im Märkischen Kreis finster aus“, weiß Michael Scheffler, Vorsitzender des Sozialausschusses. Wie berichtet, bietet die Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt (AWo) Beratung und Tagesaufenthalte für Suchtkranke an. Auch Arbeits- oder Wohnungslose, Menschen mit psychischen oder sozialen Problemen finden hier eine Anlaufstelle, ärztliche und psychosoziale Betreuung.

Die „Werkstatt im Hinterhof“ zieht in das Untergeschoss des Fabrikkomplexes Kissing und Möllmann. In dem Gebäudekomplex ist sie seit über 20 Jahren im hinteren Teil zum Auerweg ansässig gewesen. Mieter wird das Ressort Generationen und Bildung, das an die AWo als Träger der „Werkstatt im Hinterhof“ untervermietet.

Das Raumprogramm und der Ausstattungsstandard wurden gemeinsam mit der AWo, dem Förderverein der Einrichtung und Jörg Rene Rodegra, dem Eigentümer der Immobilie, entwickelt. Die Räumlichkeiten zwischen Obere Mühle bzw. Auerweg wurden komplett umgebaut. Nach Auflagen des Denkmalschutzes wurden rund 338 m² Nutzfläche saniert. Der barrierefreie Zugang ist möglich über eine Rampe. Zudem entstand eine 70 m² große Arztpraxis. Blickfang dort hinter der Rezeption der Allgemeinmedizinerin Dr. Martina Harbrink-Schlegel ist die Urkunde und die Skultur ihres Fanny-van-Hees-Frauenpreises. Sie hat den Tresor für die Medikamente bereits eingeräumt. „Es ist sehr schön geworden“, freut sich die Ärztin, die bisher auf beengtem Raum ihre Patienten versorgte.

Daneben entstanden helle Aufenthaltsbereiche mit zwei Büroeinheiten, Wasch- und Duschanlagen, einer Kochmöglichkeit, Wasch- und Trockenmöglichkeiten für die Garderobe der Nutzer. Durch die offenen Räumlichkeiten ist die soziale Kontrolle gegeben, betont Werkstattleiter Achim Rabenschlag. Im Aufenthaltsraum mit dem noch zu installierenden Küchenbereich wird noch ein Billardtisch aufgebaut. Zur Erwärmung von Speisen gibt es einen Konvektomaten.

Die Baukosten betragen rund 520 000 Euro und werden zu 80 % aus Mitteln des Städtebauförderprogramms Soziale Stadt bezuschusst. Den Rest übernimmt die Stadt. Ursprünglich sollten die Arbeiten im November 2014 abgeschlossen sein. Durch die Insolvenz des Dossmann-Architekturbüros verzögerten sich die für November geplante Fertigstellung und der Umzug in die neuen Räume. Durch das Büro Kissing konnte das Projekt bis Ende März abgeschlossen werden.