Wenn die Stadt den Flachmann fragt

Es grüßt der Fehlerteufel
Es grüßt der Fehlerteufel
Foto: Michael May IKZ
Was wir bereits wissen
Tippfehler in der Berichterstattung passieren leider. Hier eine kleine Auswahl derer, die wir glücklicherweise noch korrigiert haben

Iserlohn..  Wir müssen uns entschuldigen. Fehler passieren, auch beim Zeitungmachen. Leider ist das Korrekturlesen zumeist die letzte Amtshandlung des Tages, die dann erfolgt, wenn bereits stundenlang gearbeitet worden ist. Dies als kleine Erklärung, wenn damit auch nicht jeder Fehler entschuldigt werden soll. Den Großteil allerdings haben wir auch 2014 gefunden und beseitigt. In gewisser Hinsicht schade, entgeht Ihnen, dem Leser, durch diverse Tippfehler oder Buchstabendreher somit doch so mancher Schmunzler – und so manche „Enthüllung“.

Es singen ein Motettengreis sowie der Kreischchor

Hätten Sie zum Beispiel gedacht, dass die Stadt bei komplizierten Sachfragen gerne mal den „Flachmann“ zu Rate zieht? Oder dass in einem Insolvenzverfahren der „Sachwalter“ einbestellt werden sollte? Wohl kaum.

Auch ist wohl unklar, ob der Auftritt des Märkischen „Motettengreises“ im Bremer Dom wirklich für Furore gesorgt hätte. Oder jener des „Kreischchores“ in einer Iserlohner Kirche. Ebenfalls kein Straßenfeger wäre wohl das „Jagdhirnblasen“ geworden, hätte da nicht ein aufmerksamer Korrekturleser diesen Fehler noch beseitigt.

Viel berichtet wurde 2014 auch über die Einsätze von Polizei und Feuerwehr. Letztere hätte sich vermutlich über jeden „Grißbrand“ an Stelle eines Großbrandes gefreut. Und wegen einer „Schleuderpartei, die an einem Pfosten endet“, hätten die Retter wohl auch kaum ausrücken müssen. Die Polizei meldete im vergangenen Jahr einen Exhibitionisten, der sich da in der Berichterstattung beinahe im Gebüsch „verschwanzt“ hätte.

Viel los war auch in den Kirchengemeinden. Dass die Klage der „Hetz Jesu Gemeinde“ über die vielen Kirchenaustritte allerdings mit den vielen „Kirchenausritten“ zu tun hatte, blieb glücklicherweise ein Gerücht, ebenso wie die Behauptung, auf einem Fanfest zur Fußball-Weltmeisterschaft gebe es einen großen „Kinderschinken“. Auch „Nazi Goreng“ wurde, so weit bekannt, nirgends serviert.

Und die Wirtschaft? Da beobachtete ein Mann mit etwas Zweckoptimismus auf einer Messe „in der eigenen Brache viele hoffnungsvolle ,Newcomer’“. Womöglich Weitsicht bewiesen hätte der Vorsitzende eines Iserlohner Vereins, der von einem „großen Schrott“ für eben diesen sprach. Ob der Verein in diesem Jahr dennoch für „karikative“ Zwecke gespendet hat, blieb unberichtet.

Interessant dürften auch die Lebensumstände in einer „Fünf-Tage-Wohn-Gurke“ sein, womöglich in einem Haus, das bereits eine „energische Gebäudesanierung“ hinter sich hat. Wie genau die aussehen könnte, ist unklar, vielleicht hatte ja jemand „Energiewände“ eingebaut und die Zimmer „entrüpelt“.

Positive Auswirkungen hatte 2014 auch der ausgesprochen günstige „Kraftsoff“. Ein häufiger Fehler sind auch die Dreher bei Diphthongen wie „ei“, etwas unschön bei Begriffen wie dem „Königsschießen“, die wir hoffentlich alle beseitigt haben. Und für all die Fehler, die wir nicht gefunden haben: Wir geloben Besserung. Mit vollem „Engagament“.