Welturaufführung bei Chorfest
13.06.2010 | 19:35 Uhr 2010-06-13T19:35:00+0200
Iserlohn.Mehr als 300 Sängerinnen und Sänger auf der Bühne, viele Hundert Freunde des Chorgesanges und fast sechs Stunden Musikprogramm mit einer echten Welturaufführung haben am Sonntag das „singende und klingende Barendorf zum Chorfest gemacht.
Unterstützt von der Stadt Iserlohn in Person von Museumsleiter Gerd Schäfer und Kulturbüroleiter Johannes Josef Jostmann hatte der Stadtverband Mitte im Kreischorverband Iserlohn erneut für ein abwechslungsreiches Programm gesorgt, bei dem Horst Bobolz als Vorsitzender unter dem Motto „Chorgesang und Hörnerklang“ nicht nur viele Chöre, sondern auch die Showband der Iserlohner Stadtmusikanten und die Big Band der Iserlohner Gesamtschule „JazZination“ begrüßen konnte. Den Anfang machte aber die Chorgemeinschaft MGV Griesenbrauck/Hagen-Herbeck mit sommerlichen Liedern. Da war es zwar noch etwas frisch, „doch das ist besser, als wenn es so drückend ist“, wie Horst Bobolz bemerkte. Später machte sich dann bei herrlichem Sonnenschein eine wunderbare Atmosphäre in dem malerischen Künstler- und Museumsdorf breit, wozu der Gesang der vielen Chöre, die sich auf der Bühne abwechselten, seinen Teil beitrug.
Nacheinander gaben der Frauenchor 1976 Iserlohn (Leitung Alfia Möllmann), der Waldstadtchor Iserlohn (Leitung Alma Dauwalter), der MGV Eintracht Gerlingsen (Leitung Willi Keune) und als Novum auch das Kinderchorprojekt von der Grundschule Lichte Kammer ihre Lieder zum besten. Wobei es der Waldstadtchor war, der mit einer Welturaufführung aufhorchen ließ. Nach dem Text von Wilfried Diener, vertont von Walter Höher und für dreistimmigen Chor gesetzt von Alma Dauwalter haben die Sängerinnen und Sänger erstmals ihr „Südwestfalenlied“ gesungen und dafür viel Applaus geerntet.
Mit dem ersten Barendorf-Auftritt des neuen Frauen-Popchor „Chornetto“ unter der Leitung von Uta Minzberg gab es danach eine weitere Premiere, wobei die Frauen nicht nur mit ihrem Gesang und ihrem erfrischenden Repertoire das Ohr, sondern mit ihren Choreografien auch das Auge verwöhnten. Der Kolpingchor Iserlohn trat danach mit Victoria Ibsch am Pult unter neuer Leitung an, nachdem sich die Sänger zu Beginn des Jahres von Hans-Jürgen Glander getrennt hatten. Ob der Chor mit seiner derzeitigen Leiterin auch in die Zukunft gehen, wird sich aber voraussichtlich erst im Oktober entscheiden. Hans-Jürgen Glander war aber dennoch vertreten und sorgte mit seinem jungen Chor „Modern Voices“, der zum zweiten Mal in Barendorf dabei war, ein Glanzlicht, bevor Bodo Scheuchs Shanty-Chor „Romantik Sailors“ das stimmungsvolle Chorfest am Nachmittag beendete.
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