WEKA-Räumung nur schubweise möglich
03.09.2010 | 20:16 Uhr 2010-09-03T20:16:00+0200Sümmern.Mit 70 Behältern ist in dieser Woche gut ein Drittel der gefüllten Container auf dem Außengelände des illegalen WEKA-Lagers abtransportiert worden. Fortgesetzt wird die Räumung allerdings frühestens in der übernächsten Woche.
„Wir brauchen die Zeit für die Analysen der Inhalte der weiteren Container und die Klärung der Frage, wer sie abnimmt“, erläuterte Markus Geisbauer, Fachdienstleiter Technischer Umweltschutz beim Kreis. Die Proben waren bekanntlich bis Mitte Juni genommen worden. Der Auftrag zu ihrer Untersuchung war jedoch von der WEKA-Inhaberfamilie Westebbe nicht erteilt worden, so dass erst der Kreis im Zuge der so genannten Ersatzvornahme dieses wieder in die Wege leitete.
Zudem läuft die Analyse nicht ohne Probleme: So wurde ein Teil des Gaschromatographen bei der Untersuchung eines Gemisches aus Isopropanol und höherwertigen Alkoholen zerstört. Die Reparatur kostete einen halben Tag. „So etwas kann leider passieren, wenn man die Inhaltsstoffe nicht kennt“, sagte Christian Dürr, Geschäftsführer der gleichnamigen Entsorgungsfirma aus Nordbaden.
Das Unternehmen, das ursprünglich von Westebbes engagiert worden war, wird jetzt laut Markus Geisbauer „wesentliche Teile“ der Räumung übernehmen. „Die hatten ihr gesamtes Equipment ja schon vor Ort, sonst hätte es noch mehr Zeitverzug gegeben.“ Da Dürr in seiner Destillation aber auch nicht alle Stoffe behandeln könne und auch nicht über unbegrenzte Kapazitäten verfüge - von den 70 abtransportierten 1000-Liter-Containern hat er 43 übernommen, die restlichen gingen an eine andere Firma zur Verwertung - würden laut Geisbauer bei der weiteren Räumung auch noch andere Abnehmer gebraucht. „Denn wir hoffen, das gesamte Lager bis zum Winter geräumt zu haben.“
Nach neuesten Schätzungen dürften in der zum größten Teil unzugänglichen Halle weitere 800 große und auch kleine Behälter stehen, bislang war man von 600 großen ausgegangen. „Im Zuge des Feuerwehr-Großeinsatzes in der vergangenen Woche haben wir Paletten mit bis zu sechs Fässern gefunden.“ Das Probennehmen und Dokumentieren sei bei jedem einzelnen Fass genauso aufwendig wie bei einem großen Container, was die Räumung in die Länge ziehe. Hinzu komme, dass nur an drei Tagen pro Woche beprobt bzw. geräumt werden kann: zum einen aufgrund der Nacharbeiten, zum anderen weil es sich um eine körperlich anstrengende Arbeit handele, die in der Halle weitestgehend unter Atemschutz erfolge. „Es riecht stark nach Lösemitteln“, sagte Geisbauer und vermutet als Ursachen nicht richtig verschlossene Deckel und Tropfverluste durch defekte Dichtungen, wobei die Flüssigkeiten wohl verdunsten. „Denn weitere Lachen auf dem Boden haben wir bislang nicht entdeckt.“
18:30
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20:38
Oh Herr Geisbauer es ist ja Gefahr im Verzug ,deshalb macht ihr auch nicht weiter..
Ganz schön doofe Situation, in das der Märkische Kreis jetzt ist !!!!