Wasserpreis:
06.02.2012 | 16:14 Uhr 2012-02-06T16:14:00+0100Iserlohn.Beim Studium der Verbrauchsabrechnung der Stadtwerke Iserlohn haben sich einige Kunden offenbar auch intensiver mit der Sparte Wasser auseinandergesetzt. So berichtet ein Leser aus Sümmern, dass er trotz eines von 111 auf 103 Kubikmeter gesunkenen Jahresverbrauchs 56,18 Euro nachzahlen musste.
Im Ergebnis kommt der Leser zu dem Schluss, dass das Wasser 28 Prozent teurer geworden sei. In der Tat haben die Stadtwerke Iserlohn den Wassertarif zum 1. März 2011 erhöht. Mit der Folge, dass man in der Umgebung mit zu den teuersten Anbietern gehört. Beim Bruttopreis pro Kubikmeter ist Menden mit 1,51 Euro am günstigsten, gefolgt von Fröndenberg (1,56), Lüdenscheid (1,66), Schwerte (1,67), Dortmund und Hemer (1,675). Dann reihen sich die Stadtwerke Iserlohn mit 1,81 Euro ein. Teurer als diese sind Mark E (1,87) und Altena (2,35).
Neben dem Kubikmeterpreis setzt sich der Wasserpreis noch aus dem Fest- oder Grundpreis zusammen. Darin werden beispielsweise die Kosten für die Betriebsanlagen einschließlich Wasseruhr geltend gemacht. Und hier können die Stadtwerke Iserlohn wahrlich keinen Boden gut machen. Mit 203,40 Euro für die kleinste Zählergröße ist man sogar Spitzenreiter im negativen Sinne. Menden ist auch hier mit 134,82 Euro am günstigsten. In der Summe am meisten zur Kasse gebeten werden die Wasserkunden in Altena. Denn neben dem Spitzenwert beim Kubikmeterpreis reiht man sich beim Grundpreis mit 202,87 Euro ganz dicht hinter den Stadtwerken Iserlohn ein. Mark E, der zweite Anbieter, der beim Kubikmeterpreis mit 1,87 Euro teurer ist, als die Stadtwerke Iserlohn (1,81 Euro), ist dafür beim Grundpreis (164 Euro) deutlich genügsamer.
Zur Preiserhöhung der Stadtwerke Iserlohn vom 1. März 2011: Der Bruttokubikmeterpreis stieg hier von 1,41 auf 1,81 Euro, der jährliche Brutto-Festpreis von 158,52 Euro auf 203,40 Euro. Bei einem Jahresverbrauch von 150 Kubikmetern errechnet auch Stadtwerke-Vertriebsleiter Volker Bunte eine Erhöhung von 28 Prozent, ein stolzer Wert. Bunte begründete die Erhöhung mit einer gutachterlich attestierten kostenmäßigen Unterdeckung in den vorangegangenen Jahren. Bei der Ermittlung der neuen Tarife habe man für den Zeitraum von 2000 bis 2010 eine Inflation von 17 Prozent und einen rückläufigen Verbrauch von 11 Prozent eingerechnet, so der Vertriebsleiter. Dass die Erhöhung so stark ausgefallen ist, sei auch dem Umstand geschuldet, dass die letzte Anpassung immerhin sieben Jahre zurückliege. „Im letzten Jahr mussten wir definitiv handeln“, so Bunte.
Konfrontiert mit dem Vergleich in Bezug auf die Tarife benachbarter Anbieter räumte Volker Bunte ein, dass man dort „zum letzten Drittel“ gehöre. Das sei aber schließlich ein Stichtagsvergleich. Bezogen auf die vergangenen Jahre seien die Wasserkunden der Stadtwerke Iserlohn nicht schlecht gefahren. Beim Blick auf die aktuellen Abrechnungen dürfte das aber nur ein schwacher Trost sein . . .
10:00
Und die Energiepreise werden weiter steigen. Eine Begründung für Preiserhöhungen ist von den Anbietern schnell gefunden. Wer will dem widersprechen? Wie kann man da gegensteuern? Sparen, sparen und nochmals sparen. Der Verbraucher ist nicht nur bemüht, sondern setzt es auch in die Tat um, Energie einzusparen (das wird uns ja suggeriert). Doch dann merkt der Energieanbieter, dass die Umsatzzahlen rückläufig sind. Da sehen die Bilanzen nicht mehr so gut aus. Und die Aktionäre müssen bei Laune gehalten werden. Der Bürger spart ja. Also, ran an den Verbraucher und mit List und Tücke Preise nach oben. So wird der Verbraucher bestraft. Und das wird so weitergehen.
17:51
Auch wir haben diese Erfahrungen gemacht:
Im Jahr 2010 für 80m³ 271,57 Euro
= 3,39 Euro pro m³.
Im Jahr 2011 für 48m³ 226,37 Euro
= 4,71 Euro pro m³.
Im Jahr 2012 für 39m³ 264,41 Euro
= 6,78 Euro pro m³.
Dies gilt für Nachrodt-Wiblingwerde und ist
Quasi eine Verdoppelung der Preise.
Es kam nur ein Formschreiben der Stadtwerke.
Begründung: die Preise mussten angepasst werden.