Von U-Booten und Papierfliegern
14.02.2008 | 18:37 Uhr 2008-02-14T18:37:00+0100
Iserlohn. Bei der zweiten Runde der Kinder-Uni von Fachhochschule, Heimatzeitung und Radio MK begeisterte am Donnerstag die praktische Seite des Archimedischen Prinzips.
Dem alten Griechen Archimedes ist seiner Zeit ja noch ein begeistertes „Heureka” über die Lippen gekommen, als er in der Badewanne Gewicht und Wasserverdrängung ins rechte Verhältnis setzte und das nach ihm benannte Archimedische Prinzip entdeckte. Bei den Kindern, die gestern bei der zweiten Runde der diesjährigen Kinder-Uni der Frage folgten, warum U-Boote und Ballons steigen und sinken, hielt sich Begeisterung bei gleicher Entdeckung hingegen vergleichsweise in Grenzen - zumindest zu Beginn der Veranstaltung.
Denn Prof. Dr. Burkhard Neumann brachte seinen kleinen Studenten zunächst einmal die wissentschaftlichen Grundlagen näher. Also wurde erst einmal mit Gewichten und Wasser experimentiert, Skalen wurden abgelesen, Tabellen erstellt, Grafiken gezeichnet und Gesetze aufgestellt - puh anstrengend. Aber eben für einen richtigen Wissenschaftler, ob groß oder klein, unerlässlich.
Burkhard Neumann, der seine Kinderstudenten in einem erneut überfüllten Audimax am Frauenstuhlweg begrüßen konnte, gehört in Sachen Kinder-Uni aber bereits zu den alten Hasen, der genau weiß, wie selbiger läuft. Schon mehrmals hat er im Vorlesungsplan der Kinder-Uni auf Einladung von der FH, der Heimatzeitung und Radio MK für Höhepunkte gesorgt.
Und so sollte es auch diesmal kommen. Denn nach seiner lehrreichen Lektion in wissenschaftlicher Arbeit folgte schnell die praktische Anwendung des gerade entdeckten Prinzips. Und die steigerte er so geschickt, dass er den Audimax am Ende geradezu in ein johlendes Tollhaus verwandelte. Erst ließ er in einem großen Aquarium ein selbst gebautes und für kleine Technik-Fans leicht nachzubauendes Badewannen-U-Boot sinken und steigen und ab und zu zur Freude der Kinder auch mit einem Fisch kollidieren. Dann ließ er einen riesigen mit Helium gefüllten, knallroten High-Tech-Zeppelin über die Köpfe der Kinder schweben, gefolgt von einem echten Heißluft-Ballon, der mit seinem brennenden Antrieb im verdunkelten Audimax seine Wirkung nicht verfehlte. Und zu guter letzt holte er noch einen kleinen, ferngesteuerten Hubschrauber aus der Trickkiste - nur um zu beweisen, dass auch Körper fliegen können, die schwerer sind als Luft. Bei den Kindern sorgte das natürlich für riesige Begeisterung. Die Papierflieger, die hier und da durch den Audimax segelten, hatten allerdings mit der Vorlesung nur am Rande zu tun.
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