Vom hohen Lied auf die Liebe

Friederike von Krosigk kommt mit ihrem „Ensemble Theatrum“ in die Johanneskirche.
Friederike von Krosigk kommt mit ihrem „Ensemble Theatrum“ in die Johanneskirche.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
„Ensemble Theatrum“ tritt am 30. Januar in der Johanneskirche auf

Iserlohn..  „Es ist Unsinn, sagt die Vernunft; es ist unmöglich, sagt die Erfahrung; es ist, was es ist, sagt die Liebe.“ So hat der Dichter Erich Fried das Phänomen in zeitgenössische Worte gefasst. Über 2000 Jahre älter sind die bilderreichen Worte aus dem Alten Testament, einem der schönsten und bewegendsten Liebesepen der Menschheit: dem Hohenlied der Liebe.

Friederike von Krosigk, Gründerin und Leiterin des „Ensemble Theatrum“ im Schloss Hohenerxleben in Sachsen-Anhalt, hat den alten Stoff genommen und daraus ein ergreifendes Theaterstück geformt. Theater und Musik gehen hier ineinander über und verweben sich mit Schattenspiel und Tanz in einem stimmungsvollen Bühnenbild-Gemälde zu eindrücklichen Bildern.

Am Freitag, 30. Januar, ist das „Ensemble Theatrum“ um 19.30 Uhr in der Johanneskirche Iserlohn zu Gast.

Die menschliche und die göttliche Dimension

Die menschliche und die göttliche Dimension der Liebe, ein Thema beinahe so alt wie die Menschheit selbst und doch immer wieder neu, wird in Krosigks Version des Hohenliedes spürbar. Sie hat in ihrer Inszenierung der Liedsammlung aus dem Alten Testament unter anderem Texte der Mystikerin Mechthild von Magdeburg, des persischen Dichters Rumi und das Hohelied des Paulus zur Seite gestellt. Sie versucht außerdem die Frage nach der religiösen oder göttlichen Dimension der Liebe ganz nah am Menschen zu stellen und auch jenseits der Worte Antworten zu finden.

Eine besondere Rolle spielt dabei die Musik, die hier eine ganz eigene Magie entfaltet. Die persischen, hebräischen und deutschen Kompositionen (unter anderem von Johann Sebastian Bach) spiegeln die Texte des Hohenliedes, die ja ihren Eingang in drei der Weltreligionen, nämlich Judentum, Christentum und Islam gefunden haben. Mit der Pianistin Eva Gerlach und dem iranischen Musiker Vahid Shahidifar an seiner persischen Santur präsentiert das Ensemble Theatrum zwei Könner ihres Faches.

Das Ensemble Theatrum ist eines von drei geförderten freien Künstlerensembles in Sachsen-Anhalt. Unterstützt werden die Künstler für ihr großes Engagement im und am Schloss Hohenerxleben. Dort geben sich die professionellen Künstler ein eigenes Profil mit eigenem Spielbetrieb. Infos: www.schloss-hohenerxleben.de.

Karten an mehreren Stellen ab sofort erhältlich

Karten gibt es in der Stadtinformation, 02371/217-1819, in der ALPHA-Buchhandlung an der Vinckestraße und in der „Kleinen Buchhandlung“ an der Hagener Straße 9 in Letmathe.