VierJahreszeiten setzt auf Größe

Die Bettenkapazität im  Hotel VierJahreszeiten soll durch einen Anbau nahezu verdoppelt werden.
Die Bettenkapazität im Hotel VierJahreszeiten soll durch einen Anbau nahezu verdoppelt werden.
Foto: Michael May IKZ
Was wir bereits wissen
Von 115 auf 220: Die Eigentümergesellschaft des Hotels VierJahrezeiten am Seilersee setzt auf Expansion. Durch einen Anbau soll die Kapazität des Hauses nahezu verdoppelt werden.

Iserlohn..  Die Bettenkapazität des Hotels „VierJahreszeiten“ am Seilersee soll nahezu verdoppelt werden. Hierzu soll ein neuer Trakt, der sich südwestlich an den vorhandenen Hotelkomplex anschließt, errichtet werden. Einen entsprechenden Bauantrag stellte jetzt die Eigentümergesellschaft VierJahreszeiten GmbH & Co.KG bei der städtischen Bauverwaltung und schaffte es damit auf die Tagesordnung des am Donnerstag, 29. Januar, tagenden Planungsausschusses. Denn um die Kapazitätserweiterung von 110 auf 215 Betten realisieren zu können, muss zunächst ein Bebauungsplan aufgestellt und ein städtebaulicher Vertrag zwischen der Eigentümer-Gesellschaft und der Kommune abgeschlossen werden.

Erforderlich wird der Anbau aus Eigentümersicht aufgrund der Belegungssituation des Hauses am See. Nach der Neueröffnung im Jahr 1998 habe sich das „VierJahrezeiten“ zu einem gut frequentierten und weitestgehend ausgelasteten Seminar- und Tagungshotel entwickelt, heißt es in der Beratungsvorlage für den Ausschuss. Zur Auslastung trage dabei insbesondere das Iserlohner Unternehmen Schlüter bei, das Schulungen und Seminare für seine Kunden durchführe und hierfür Hotelkapazitäten benötige. Die Familie Schlüter ist zugleich Eigentümerin des „VierJahreszeiten“. Durch den Bau eines Schulungs- und Seminarzentrums am Firmenstandort Friedrich-Kaiser-Straße werde das Programm weiter ausgebaut, so dass auch der Bedarf an Übernachtungsmöglichkeiten zunehme.

Geschaffen werden sollen diese zusätzlichen Kapazitäten durch eine Erweiterung des Hotels im südwestlichen Bereich, also in Richtung des Minigolfplatzes, der in den neu aufzustellenden Bebauungsplan einbezogen werden soll, um Möglichkeiten für eine weitergehende gastronomische Nutzung zu eröffnen. Der neue Hoteltrakt soll in nahezu rechtem Winkel zum vorhandenen Gebäude errichtet werden.

Zusätzliche Anbindung an die Seilerwaldstraße

Da die topographische Situation vor Ort keinen direkten Anschluss ermöglicht, ist ein eigenständiger Baukörper geplant, der über einen Verbindungsgang an den Altbau angeschlossen werden soll. Vorgesehen sind fünf Geschossebenen für die Hotelzimmer sowie ein Versorgungsgeschoss und eine Parkebene. Der Erweiterungsbau, so heißt es in den Erläuterungen der Bauverwaltung, werde „überwiegend unterhalb der Geschossebenen“ des Bestandsgebäudes liegen. Ein weiterer Bestandteil der Planungen: Der Bau einer zusätzlichen Anbindung an die Seilerwaldstraße, entlang der weitere Parkmöglichkeiten geschaffen werden sollen, so dass im Rahmen der Hotel-Expansion insgesamt 70 Stellplätze entstehen könnten.

Während der Caller Bach nach Darstellung der Verwaltung durch die Erweiterungsplanungen nicht beeinträchtigt wird, erfolgt indes ein Eingriff in den Böschungsbereich und die südwestliche, mit Gehölzen gesäumte Fläche. Eine Umweltprüfung, in der die voraussichtlich erheblichen Auswirkungen beschrieben und bewertet werden, soll Bestandteil des weiteren Verfahrens werden. Absehbar ist bereits jetzt, das die Hotelerweiterung Ausgleichsmaßnahmen nach sich ziehen wird. Ob weitere Untersuchungen erforderlich sein werden, wird sich erst im weiteren Verfahrensverlauf herausstellen.