Viel Musik zur Osterzeit
25.03.2008 | 16:57 Uhr 2008-03-25T16:57:00+0100
Iserlohn. Mit viel Musik hat die Versöhnungs-Kirchengemeinde am Wochenende „das Tor in die österliche Festzeit aufgestoßen”, wie Kantor Hanns-Peter Springer es sagte.
Neben dem Festgottesdienst am Morgen des Ostersonntags, den die Kantorei mitgestaltet hat, waren es vor allem die besinnliche Osternacht bei Kerzenschein am Samstagabend, die musikalisch von einem Projektchor unterstützt wurde, und das festliche Osterkonzert am Montag, bei dem Hanns-Peter Springer zusammen mit dem Trompeter Klaus Hanusa auftrat, die sehr viele Besucher in die Oberste Stadtkirche zogen und dort für den gebührenden österlichen Jubel sorgten.
Mit rund 30 Sängerinnen und Sängern wurde der Projektchor in der Osternacht mit Teilnehmern aus der Kantorei, dem Gospelchor, dem jungen Chor „5nach5” und der Gemeinde noch besser angenommen als in den Jahren zuvor und erfüllte zu Beginn des Gottesdienstes die stockdunkle Kirche mit österlichen Taizé-Gesängen. Anschließend breitete sich das Kerzenlicht in der Kirche aus.
Für besondere Begeisterung sorgte dann am Montag das festliche Osterkonzert, das mit langanhaltendem Applaus im Stehen gewürdigt wurde. Der Trompeten-Virtuose Klaus Hanusa, der als Solo-Trompeter der Bochumer Philharmoniker mit Lehrauftrag in Dortmund vor allem im Ruhrgebiet aktiv ist, legte dabei zusammen mit Hanns-Peter Springer ihrer Instrumenten-Kombination entsprechend einen klaren Schwerpunkt auf die Literatur der Barockzeit. Mit einer Suite von Händel, einem Konzert des englischen Barock-Meisters John Humphries, einer Fanfaren-Suite von Jean Joseph Mouret und Bachs Choralvorspiel zu „Lobet den Herren” brach sich triumphaler Jubel zur Oserzeit förmlich Bahn. Mit der wunderschönen und sehr weich geblasenen „Pavane” von Ravel setzte Hanusa aber am Ende auch einen romantisch modernen Akzent. Passend dazu ließ es auch Hanns-Peter Springer an der Orgel zunächst mit Bachs Präludium und Fuge in D auf barocke Weise brausen, um dann mit einem Scherzo von Dudley Buck (1839-1909) und den sehr poppig-jazzigen „Songs of Praise” von Robert Prizeman modernere Klänge folgen zu lassen.
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