Vertriebene treten für Versöhnung mit Polen ein
05.05.2010 | 18:45 Uhr 2010-05-05T18:45:00+0200
Iserlohn. Vor 54 Jahren übernahm die Stadt Iserlohn zum Zeichen der Verbundenheit mit den vertriebenen Bewohnern die Patenschaft über Stadt und Kreis Ohlau in Schlesien (heute Oława in Polen). Am 22. und 23. Mai findet wieder das alle zwei Jahre ausgerichtete Heimattreffen der „Patenkinder“ in der Parkhalle statt.
Das Hauptthema der Veranstaltung wird der Vortrag des 1. Vorsitzenden der Bundesheimatgruppe Stadt und Kreis Ohlau, Norbert Pantke, über die 20-jährigen Beziehungen der Gruppe zu der Stadtverwaltung Oława sein. 1993 hatte ein erstes Treffen in Ohlau stattgefunden, 1994 waren polnische Vertreter nach Iserlohn und Brühl gekommen. Seitdem hat es weitere Treffen gegeben, unter anderem war 2001 in Ohlau eine Gedenkstätte für die verstorbenen deutschen Vertriebene eingeweiht worden. Die Bundesheimatgruppe Ohlau hat folgende Ziele: objektive Aufarbeitung der Geschichte Ohlaus, Pflege der dortigen deutschen Kulturgüter, Versöhnung mit den heutigen Einwohnern, Überwindung von Hass und Eintreten für ein friedliches Zusammenleben in Europa.
Das diesjährige Bundestreffen beginnt am Samstag, 22. Mai, mit einer Kranzniederlegung am Ostdeutschen Ehrenmal am Hauptfriedhof. Für 11.30 Uhr ist dann ein Treffen in der Parkhalle angesetzt. Die Jahreshauptversammlung der Bundesheimatgruppe startet um 14.30 Uhr.
Am Sonntag, 23. Mai, gibt es zunächst zwei Gottesdienste: einen katholischen um 9 Uhr im Löbbeckesaal und einen evangelischen ab 9.30 Uhr in der Bauernkirche. Um 11 Uhr begrüßt Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens die Teilnehmer dann zu einer feierlichen Heimatstunde in der Parkhalle. Der Waldstadtchor unter der Leitung von Alma Dauwalter übernimmt dabei die musikalische Gestaltung. Dann hält auch Norbert Pantke seinen Vortrag. Um 12 Uhr treffen sich interessierte Familienforscher in der König-Otto-Halle, um 16 Uhr findet ein Sondertreffen der Hennersdorfer im Löbbecke-Saal statt. Während des gesamten Treffens können Exponate aus dem Ohlauer Heimatmuseum in der König-Otto-Halle besichtigt werden.
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