Verbundenheit mit der neuen Heimat

Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens hat am Mittwoch kräftig mit angepackt, um bei der Baumpflanzaktion der Ahmadiyya-Gemeinde zu helfen.
Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens hat am Mittwoch kräftig mit angepackt, um bei der Baumpflanzaktion der Ahmadiyya-Gemeinde zu helfen.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Die Ahmadiyya-Gemeinde pflanzt eine Eiche als Zeichen der Freundschaft

Iserlohn..  „Liebe für alle, Hass für keinen“ lautet die Inschrift auf der kleinen Metalltafel, die die Männer der Ahmadiyya-Muslim-Gemeinschaft für die junge Eiche vorgesehen haben, die sie am Mittwoch unweit des Minigolf-Platzes in der Parkanlage unterhalb des Seilersees gepflanzt haben. Schon seit vielen Jahren hat es sich die Unterorganisation „Majlis Ansarullah“ – ein Zusammenschluss der Herren über 40 Jahren – zur Aufgabe gemacht, bundesweit in solchen Aktionen Bäume an Städte und Gemeinden als Zeichen des Friedens und der Freundschaft zu spenden.

Den ersten Baum nahmFritz Fischer entgegen

In Iserlohn ist es bereits der dritte Baum, den die Ahmadiyya-Gemeinde Iserlohn, die demnächst eine eigene Moschee in der Iserlohnerheide errichten wird, pflanzt. Die vorherigen Baumpflanzungen liegen aber nun schon mehrere Jahre zurück und wurden bereits von den Iserlohner Bürgermeistern Fritz Fischer und Klaus Müller begleitet.

Am Mittwoch nahm Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens die Spende entgegen und packte beim Pflanzen auch tatkräftig mit an. Dass die Mitglieder der Gemeinde mit einer Eiche eine besonders langlebigen Baum ausgesucht hatten, freute ihn besonders. Schließlich sei ein solcher Baum nicht nur ein Zeichen für Frieden und Freundschaft, sondern vor allem auch die Verbundenheit der Menschen mit ihrer neuen Heimat. Gerade vor dem Hintergrund des bevorstehenden Moschee-Baus sei es ihnen ein Anliegen, ihre Verbundenheit mit Iserlohn als neue Heimat zu demonstrieren.

An Bürgermeister Ahrens überreichten sie zusätzlich eine gläserne Tafel für die Vitrine, die ebenfalls die Inschrift „Friede für alle, Hass für keinen“ trägt.

Wie Sultan Mohammad erklärte, sei die Ahmadiyya-Muslim-Gemeinschaft in vielen Ländern trotz ihrer friedlichen Ausrichtung gerade den Anfeindungen und der Gewalt von extremen islamischen Gruppen ausgesetzt.

Größte muslimische Reformbewegung

Sie ist mit ihren vielen zehn Millionen Mitgliedern in über 200 Staaten die größte islamische Reformbewegung. Unter dem Vorsitz eines gewählten Kalifen trete sie ein für die ursprünglichen Werte des Islam, unter anderem Barmherzigkeit gegenüber allen Menschen, absolute Gerechtigkeit, die Gleichwertigkeit von Mann und Frau, die Trennung von Religion und Staat und die Beendigung gewalttätiger Aktionen im Namen der Religion. Das tut sie auch in ihren 240 deutschen Gemeinden mit rund 35 000 Mitgliedern.