Ursache weiter unklar

Einen technischen Defekt schließen die Mitglieder des Aero Clubs Hagen derzeit als Ursache für den Absturz aus.
Einen technischen Defekt schließen die Mitglieder des Aero Clubs Hagen derzeit als Ursache für den Absturz aus.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Nach dem Absturz in Sümmern hat sich der gesundheitliche Zustand des Fluglehrers gebessert, der des Schülers bleibt kritisch.

Sümmern..  Betroffenheit und Rätselraten herrschen auch zwei Tage nach dem Absturz auf dem Flugplatz Sümmern (wie berichtet) vor. Im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte Matthias Schüring, Geschäftsführer des Aero Clubs Hagen, am Montag, dass es dem 47-jährigen Fluglehrer aus Bochum den Umständen entsprechend gut gehe Er habe sich ersten Informationen nach einen Knochenbruch zugezogen und könne vermutlich in dieser Woche aus der Klinik entlassen werden. Anders der Zustand seines 16-jährigen Schülers: Der Hagener wurde lebensgefährlich verletzt, die Mitglieder des Vereins warten auf neue Informationen der Eltern des Jungen.

Was die Ursache des Unglücks angeht, so erklärte Schüring, dass die Aussagen zweier Augenzeugen komplett unterschiedlich und somit nicht verlässlich seien. Der Geschäftsführer schließt zum jetzigen Zeitpunkt technische Gründe für den Absturz aus.

Die Ermittlungen der Luftfahrtaufsichtsbehörde Braunschweig dauern an. Nach einem Gespräch mit der Ehefrau des Fluglehrers, der eine 30-jährige Erfahrung mitbringt, kann auch er sich das Geschehen nicht erklären. Seit zwei Jahren war der Bochumer für den Aero Club Hagen auf dem Sümmeraner Gelände tätig.

Flugbetrieb starteteam Sonntag wieder

Dort wurde bereits am Sonntag wieder der Betrieb aufgenommen. Matthias Schüring sagt: „Zum einen dient es der Ablenkung, zum anderen ist es in solchen Situationen psychologisch besser, weiterzufliegen.“

Nachdem im Juli 2014 ein 22-jähriges Vereinsmitglied in Hessen während eines Überlandfluges tödlich verunglückte, im Mai 2010 ein 59-jähriger Flugschüler die Anweisungen seines per Funk mit ihm verbundenen Lehrers zu früh ausführte und beim Absturz verletzt wurde sowie im August 2007 ein erfahrener Pilot (79) tödlich verunglückte, nachdem er ein Schleppseil übersehen hatte, sieht Schüring nicht als Unfallhäufung in Sümmern, sondern als tragische Verkettung.