„Untergehakt besser als gegeneinander”
01.02.2008 | 15:59 Uhr 2008-02-01T15:59:00+0100
Iserlohn. „Wir sind stolz auf unsere Mama”, riefen Ange (7) und Lisa (6) am Donnerstag im Rathaus.
Dort wurde ihre Mama Beatrice Uwamahoro als einer der Preisträger des Wettbewerbs des Integrationsrates „Zusammenleben deutscher und ausländischer Einwohnerinnen und Einwohner” ausgezeichnet.
Der stellvertretende Bürgermeister Michael Scheffler begrüßte mit Ercan Atay, dem Vorsitzenden des Integrationsrates, die Gäste zur Preisübergabe. Beide Herren dankten den Anwesenden für ihre Aktivitäten: „Halten Sie an diesen Bemühungen fest! Untergehakt geht es immer besser als gegeneinander.”
Den ersten Preis, der mit 300 Euro dotiert ist, erhielt die Gesamtschule für ihr Projekt „Schule ohne Rassismus”. Lehrerin Ulrike Wassmann nahm mit den beiden Schülerinnen Saskia Becker (17) und Julia Bretz (16), die stellvertretend für die anderen beteiligten Schüler im Rathaus erschienen waren, Urkunde und Preisgeld entgegen. Zu dem Projekt gehörten bis jetzt unter anderem eine Veranstaltung zur Reichsprogromnacht, ein internationales Spezialitätenbüfett, ein Anti-Rassismus-Tag und Umfragen. „Das Projekt ist seit Jahren fester Bestandteil unseres Schulprogramms”, so Ulrike Wassmann.
Der 2. Preis (200 Euro) ging, wie gesagt, an Beatrice Uwamahoro. Die Krankenschwester und alleinerziehende Mutter kam 2003 aus Ruanda nach Iserlohn. Neben Beruf und Familie engagiert sie sich ehrenamtlich beim Internationalen Bund, vermittelt unter anderem Sprachkurse, versucht Ausbildungsplätze zu finden oder begleitet Ausländer zu Ärzten und Behörden. In Hemer betreut sie zudem eine Theatergruppe. „Wir sind froh, jemanden auszeichnen zu können, der selbst einen Migrationshintergrund hat. Beatrice Uwamahoro steht hier auch stellvertretend für andere Engagierte”, so Ercan Atay.
Den dritten Platz (150 Euro) belegte der Evangelische Kindergarten Hindenburgstraße mit seinem „Rucksackprojekt”, bei dem türkische Mütter mit ihren Kindern ein bestimmtes Thema auf Türkisch durchsprechen, während die Erzieherinnen es auf Deutsch thematisieren. Mütter und Kinder erwerben so Fähigkeiten in zwei Sprachen. Stolz berichteten die stellvertretende Kindergartenleiterin Sabine Buchholz und Kindergartenmutter Sultan Akyol, die das Rucksackprojekt leitet, von den Erfolgen.
Platz vier schließlich ging an die Gleichstellungsstelle der Stadt. Gleichstellungsbeauftragte Mechtild Beike erzählte von ihrer Aktion „Gastfreundschaft und mehr”, bei der Begegnungen zwischen deutschen und ausländischen Frauen bei ihnen zu Hause stattfinden. „Es sind regelrechte Netzwerke entstanden”, so Mechtild Beike. Unter anderem nahm auch Beatrice Uwamahoro schon daran teil.
15:23
Sehr geehrte Damen un Herren
wie ich in einem Artikel im ikz-Iserlohn gelesen habe ( Untergehakt besser als gegeneinander Nr.28 Samstag, 2.02.08 ), möchte eine kleine Kollektion über die Namen für meinen Kindern.Die heißen nicht Uwamahoro sondern Kalisa Urusaro Ange (7) und Kalisa Urujeni Lysa (6). Unter meiner Eingabe arbeite ich als Krankenschwesterhelferin.
Ich bedanke mich um Ihr einverständnis.
Mit freundlichen Grüßen.
Beatrice Uwamahoro