Ulrich Brinkmann im Amt bestätigt

Der Vorstand um Ulrich Brinkmann (4. v.l.) wurde bei der Winterversammlung in seinen Ämtern bestätigt.
Der Vorstand um Ulrich Brinkmann (4. v.l.) wurde bei der Winterversammlung in seinen Ämtern bestätigt.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Ortslandwirt: „So einen grünen Winter hatten wir schon lange nicht mehr“

Sümmern..  „So einen grünen Winter hatten wir schon lange nicht mehr“, blickte Ortslandwirt Ulrich Brinkmann am Montagabend bei der Winterversammlung im Hof Drepper auf das vergangene Jahr zurück. „Das gesamte Jahr war witterungstechnisch eine Herausforderung, auch die instabile Lage in der Ernte“, erinnerte er an den August, als dem es nur fünf Tage ohne Regen gegeben hatte.

Aus wirtschaftlicher Sicht sei er mit dem abgelaufenen Jahr zufrieden, auch wenn es einen Preisverfall beim Getreide, Raps und bei Kartoffeln gegeben habe. In seinem Ausblick sprach er von Risiken und Auswirkungen auch für die Landwirte durch die globalen Unsicherheiten, wie die Krisen in der Ukraine und Griechenland. Aber er warnte vor Panikmache: „Wir müssen abwarten, was auf uns zukommt.“

Anfeindungen durch Teile der „organisierten Protestkultur“

Das politische und gesellschaftliche Ansehen der modernen Landwirtschaft wird immer besser und lukrativer, betonte Brinkmann. Er kritisierte aber auch Anfeindungen, wenn es um Stallhaltung oder den Bau neuer Ställe gehe: „Mit Teilen der organisierten Protestkultur ist ein zielgerichteter Dialog nicht möglich.“

Die Kontakte zur Stadt Iserlohn seien verbesserungswürdig, sagte Ulrich Brinkmann und bedauerte, dass Ludwig Bedehäsing nicht mehr im Rat vertreten ist. Dieser erklärte sich aber bereit, weiterhin für die Belange der Landwirte bei der Stadt einzutreten.

Über den Handel mit Wirtschaftsdünger im Märkischen Kreis referierte Marcel Schulz. Waren früher synthetische Dünger im Einsatz, greifen die Landwirte verstärkt auf Nährstoffe aus Biogasanlagen oder Ställen zurück. Tanklastzüge voller Gülle seien täglich in der Region unterwegs. Der Einsatz von Gülle hat den Nebeneffekt, dass sie stinke. Hier sei ein Umdenken angebracht, gelte es sensibler vorzugehen und die Gülle nicht an Wochenenden oder vor Feiertagen aufzubringen.

Aufgrund der Erkältungswelle waren deutlich weniger Teilnehmer zur Winterversammlung gekommen als üblich. Zehn Mitglieder hatten sich offiziell abgemeldet.

Keine Überraschungenbei den Wahlen

Bei den Vorstandswahlen des Landwirtschaftlichen Ortsvereins Iserlohn gab es keine Überraschungen: Vorsitzender Ulrich Brinkmann wurde wiedergewählt ebenso wie sein Stellvertreter Helmut Mikus, Magnus Große-Frerichs (Schriftführer), Heiner Becker-Horst (Kassenführer) sowie die Beisitzer Lutz Bedehäsing, Markus Horstmann, Henning Jochheim, Sebastian Moneke und Gregor Schulte-Hemming. In den Kreisverbandsausschuss entsandte die Versammlung Henning Jochheim und Heiner Becker-Horst, in die Fachausschüsse Helmut Mikus (Milch), Doris Mikus und Bettina Große-Frerichs (Öffentlichkeitsarbeit) sowie als Vertreter der Nebenerwerbslandwirte Dieter Schulte-Kalthof.

Bei den Wahlen zum Ortslandwirt bestätigte die Versammlung Ulrich Brinkmann und seinen Stellvertreter Helmut Mikus.

Brinkmann ist Sprachrohr von 165 Mitgliedern mit Nebenerwerbslandwirten und verrenteten Bauern. Als Vertreterin der Arbeitnehmer wählten die Anwesenden Sabrina Holwe.