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„Luxuslärm“ in der FH

Triumphaler Start

06.02.2011 | 17:15 Uhr
Triumphaler Start
„Luxuslärm“ spielte an drei Abenden hintereinander im FH-Audimax. Foto: Josef Wronski

Iserlohn.
Auf der Bühne sah man ebenso strahlende Gesichter wie im Publikum: Der Auftakt der deutschlandweiten Akustik-Tour „Gegen jedes Gesetz“ der heimischen Erfolgsband „Luxuslärm“ wurde am Wochenende an drei Abenden hintereinander im jeweils ausverkauften Audimax der Fachhochschule gefeiert. Und geriet zu einem Triumphzug der fünf „Luxuslärmer“.

Bewiesen sie doch, dass sie eben keine Retorten-Band sind, sondern waschechte Musiker, die eine Vielfalt an Instrumenten beziehungsweise im Fall von Jini Meyer eine wunderbar ausgebildete Stimme beherrschen. Und noch eins zeigten die fünf Iserlohner: Sie können nicht nur rockig-poppig Stimmung verbreiten, sondern sind auch stark bei den leisen Tönen.

Eine Lektion in Sachen Akustik-Musik gab es im Audimax. Foto: Wronski

Drei mal 420 Besucher kamen zu den Konzerten und doch herrschte eine fast schon intime Atmosphäre. Kein Wunder, nur wenige Konzertbesucher hatten die „Luxuslärmer“ bisher noch nicht live erlebt, es war wie ein Wiedersehen mit alten Freunden. Punkt 20 Uhr saßen die Besucher am Premierenabend am Freitag geradezu brav auf den Klappstühlen vor dem Klapptischen im Audi-Max, warteten quasi auf Vorlesungsbeginn. Tatsächlich folgte dann eine großartige Lektion in Sachen Akustik-Musik.

„Wir sind so aufgeregt“, rief Jini Meyer ins Mikrofon, nachdem sie und die vier Herren - schick gekleidet im 20er-Jahre-Stil mit Kappen, weißen Hemden und Hosenträgern - auf der Bühne Platz genommen hatten. Musikalisch ging es dann los mit dem auf „unplugged umgemodelten“ Song der neuen CD „Jemand anders sein“. Und schon da merkte man den Gesichtern der Zuhörer an, dass ihre dazugehörigen Körper gerne getanzt hätten. Aber das ging nicht - und aufgrund der fehlenden Tanzmöglichkeiten bekam das Konzert einen sehr eigenen, intensiven Charakter. Texte, Melodien, Musik und Gesang waren alles, was zählte - wie passend bei einer Akustik-Tournee, schließlich heißt das griechische Wort so viel wie „Hören“. Und durch die Akustik-Instrumente wurde die Musik langsamer, balladiger, wärmer und weicher, was bei vielen bekannten Stücken völlig neue Hörerlebnisse bot, zum Beispiel bei „Soll das etwa alles ein“, das die Band als langsame und gefühlvolle, jazzig angehauchte Nummer präsentierte. Bei „Gib mir dein Feuer“ wartete Keyboarder David Rempel mit einem Akkordeon auf, bei „Nichts ist zu spät“ begeisterte Henrik Oberbossel mit einem Akustik-Gitarrensolo. Ein Konzert-Höhepunkt war sicherlich, als nur David Rempel und Jini Meyer auf der Bühne verblieben und Jini im Abendkleid eine wunderschöne Version von „Unsterblich“ zu Gehör brachte - gefühlvoll, stimmgewaltig, Gänsehaut produzierend.

Doch natürlich ging es auch mal fetziger zu, bei „Leb deine Träume“ oder der zweiten Zugabe „1000 Kilometer bis zum Meer“ beispielsweise. Das Publikum klatschte begeistert mit, schnippte mit den Fingern, sang und jubelte.

Wobei die „Luxuslärm“-Konzerte ja nie nur von der Musik, sondern auch von dem charmanten Geplauder von Jini Meyer geprägt sind, die mehrfach durch die Reihen lief, sich unter anderem persönlich bei den hinter dem Beamer-Turm sitzenden Zuschauern, die nicht so viel sahen, entschuldigte. Nach zwei Stunden standen alle Zuhörer, erklatschten sich zwei Zugaben und feierten die Band.

Auch wenn eine Box etwas „schrebbelte“ und die Musiker nicht immer optimal ausgeleuchtet waren, begeisterten die Konzerte das Publikum. Und wer nach Konzertende noch etwas wartete, erlebte noch eine nette, persönliche Autogrammstunde, bei der sich alle Fünf Zeit nahmen.

Die Konzerte von der „Cashbox“ waren durch Vermittlung von „Breer Gebäudedienste“ zustande gekommen. Zu den Gästen hatten auch zahlreiche Mitarbeiter der Fachhochschule gehört, mancher hatte gleich Karten für zwei Abende gekauft. „Das war das erste Rockkonzert in der FH“, erklärte FH-Pressesprecherin Birgit Geile-Hänßel , sie zeigte sich sehr angetan sowohl vom Konzert als auch vom Besucherzuspruch.

Die Akustik-Tour führt „Luxuslärm“ nun bis März unter anderem von Leipzig über Hannover, München und Magdeburg bis Hamburg.

Katja Hofbauer

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Kommentare
06.02.2011
20:25
Triumphaler Start
von ArieaufSafari | #1

Jini Meyer war sehr gut, ihre Jungs leider auch, die Location war auch gut, die Akustik-Variante ohnehin gelungen, aber lieber Veranstalter bei einer Iserlohner Band, an der Iserlohner Fachhochschule, Krombacher auszuschenken, das war schon ein echter Wermutstropfen.

Trotzdem vielen Dank an alle, die diesen super Abend ermöglicht haben.

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