Traumwetter bringt Iserlohner auf die Beine

Na denn Prost: Wie hier in Drüpplingsen genossen zahlreiche Iserlohner am Vatertag die Sonne.
Na denn Prost: Wie hier in Drüpplingsen genossen zahlreiche Iserlohner am Vatertag die Sonne.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Die zahlreichen Veranstaltungen zum Vatertag in den verschiedenen Stadtteilen waren gut besucht

Iserlohn..  Männertag, Vatertag oder Christi Himmelfahrt – eigentlich egal, denn als am Donnerstagmorgen die Sonne früh durch die spärlich vorhandene Wolkendecke brach, dürfte für viele Iserlohner gleich klar gewesen sein, dass sie den Tag nicht in den heimischen vier Wänden, sondern bei einer der Feiertagsveranstaltungen verbringen wollten. Und dabei waren bei weitem nicht nur die Väter unterwegs, vor allem auch Jugendliche machten sich auf den Weg.

Wenige Plätze im Schatten waren heiß begehrt

Einer der meistbesuchten Orte war dabei das Inceptum-Stadion am Seilersee. Hierhin hatte der VfK Iserlohn zum alljährlichen Vatertagsfest eingeladen. Gegen Mittag füllte sich der Platz vor dem Vereinsheim nach und nach – und ob der strahlenden Sonne waren die wenigen Schattenplätze hier heiß begehrt.

Live-Musik von „Fireball“, eine Hüpfburg, Kulinarisches und neu dabei ein futuristisch anmutendes offenes Zelt wurden angeboten – letztlich war es aber das Wetter, dem man den guten Besuch zu verdanken hatte: „Im letzten Jahr dagegen war es eine Nullnummer“, sagt Jörg Hafner vom VfK-Vorstand. „Das ist in diesem Jahr schon was anderes.“

Ein Blickfang waren die zahlreichen Bollerwagen. So etwa jener der „Fantastic Four“ mit Musikanlage und espresso-beladenem Erste-Hilfe-Koffer. Der noch nicht fantastische Fünfte im Bunde, Michael, muss als Anwärter auf Mitgliedschaft den Bollerwagen ziehen. „Und hat ansonsten wenig zu melden“, scherzt ein Gruppenmitglied.

Auch andernorts wurde in Iserlohn gefeiert. Für viele, vor allem jene Gruppen mit Bollerwagen, war hier allerdings eher der Weg das Ziel, überall auf den Feldwegen rund um das Stadtgebiet waren Menschen unterwegs, wurde pausiert, gegrillt und getrunken.

So auch in Drüpplingsen, hierher hatte die Freiwillige Feuerwehr des Ortes auf den Dorfplatz geladen. Musik gab es vom Spielmannszug sowie der Formation „SOS Brothers and Friends“. Auch hier freute man sich bei Erbsensuppe, Bierchen und Gegrilltem über das Wetter. „Nach drei schlechten Jahren haben wir endlich Glück“, freute sich Unterbrandmeister Klaus-Peter Prause.

Ebenso zufrieden mit dem Besucherzuspruch beim Vatertagsbiwak war Olaf Drews von der veranstaltenden IV. Kompanie der Sümmeraner Schützen. „Wir haben unser Angebot noch ein bisschen mehr auf Familien abgestimmt“, sagt Drews – „mit dem kleinen Hintergedanken, dass wenn Frauen und Kinder zufrieden sind, auch die Männer länger bleiben“.

Zwei Hüpfburgen, Zuckerwatte, Popcorn, Gegrilltes, Getränke und dazu eine Torwand, an der sich jeweils Vierer-Gruppen um ein 30-Liter-Fass duellieren konnten. Hier offenbarten die Teilnehmer bis zum Nachmittag allerdings eher mäßiges Talent: Das führende Team hatte hier nur sieben von 24 erlaubten Schüssen versenkt. „Entweder wurde zu viel oder zu wenig Zielwasser getrunken“, liefert Kompanie-Prinz Stefan Middendorf mit leichtem Augenzwinkern eine schlüssige Begründung.