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Stadt verwandelt sich in ein Rosenmeer

03.08.2010 | 17:38 Uhr
Stadt verwandelt sich in ein Rosenmeer
Die „Rosenlust“-Macher wollen die Veranstaltung in Iserlohn etablieren. Foto: Wronski

Iserlohn.Die Idee, die Iserlohner Innenstadt in eine duftende Märchenlandschaft zu verwandeln, hatte Sandra Haderer bereits vor mehr als einem Jahr.

Die Vorschläge der „butik blooms“-Inhaberin fielen bei Sven Wiedemeyer von „Live-Project“ und Beate Evers von der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GfW) auf dermaßen fruchtbaren Boden, dass nun daraus die „Rosenlust“ entstanden ist.

Am kommenden Freitag ab 11 Uhr sowie am Samstag ab 10 Uhr öffnet der Rosenmarkt am Marktplatz. Die „butik blooms“ und Blumen Simbeck präsentieren und verkaufen dabei Floristik, Dekorationen und Frischwaren. Gartenrosen und -bau gibt es beim Unternehmen Gartenbau Westhelle zu sehen. Dekoration hat das „Glanzstücke“-Team im Gepäck, Literatur die Vertreter von „Erlesen“. Marokkanische Spezialitäten, Süßigkeiten und Tee bestimmen den Stand von „Shibani“. Bei „La Vita“ wird es Seifen und Kosmetik - wie alle anderen Angebote natürlich im Zeichen der Rose - geben. Wer in die Geschichte der „Königin der Blumen“ eintauchen möchte, hat dazu bei der begleitenden Ausstellung die Gelegenheit. Mitten in der Gartenlandschaft auf dem Marktplatz werden ausgefallene und seltene Exemplare zu bewundern sein. Besonders mystisch sollen sie nach Einbruch der Dunkelheit erscheinen, wenn sie im Licht der zahlreichen Scheinwerfer erstrahlen.

Neben den Ständen und der vorhandenen Gartenlandschaft dreht sich auch sonst an den beiden Tagen alles um die Rose, wie Sven Wiedemeyer verspricht: „Es wird Rosenblätter regnen, eine Prinzessin wird Rosen verteilen und auch die Einzelhändler sind dabei.“ Vor den Türen der Geschäfte sollen beispielsweise Rosenblätter verteilt werden. Straßenmaler haben sich ebenfalls dem Thema verschrieben.

Am Freitag um 17 Uhr startet das Bühnenprogramm, das eigentlich gar keines ist: Auf dem Marktplatz, in verschiedenen Innenhöfen, auf dem unteren Schillerplatz und in der Turmstraße werden insgesamt mehr als 40 Künstler zu erleben sein. „Jeder tritt mehrfach auf, so dass kein Besucher Angst haben muss, etwas zu verpassen“, so Wiedemeyer. Unter anderem sind dabei: Harfenspielerin Desireè Wever, das Schauspielensemble Iserlohn und Sängerin Nadine Sträter.

Unter dem Motto „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ präsentiert Nina Tripp Chansons und Geschichten passend zum Thema. Einen Abend voller Flamenco und spanischer Lebensfreude versprechen die beiden Musiker und die Tänzer von Soleandro. Klassische spanische Gitarrenmusik bringt Ozan Coskun zu Gehör. Wesentlich weiter, nach Argentinien, geht die Reise mit Amigo Tango, die die Iserlohner ausdrücklich zum Mittanzen einladen. Ebenfalls angekündigt haben sich Künstler von „casa b“, Bodypainter vom Friseursalon „Haargenau“ und viele andere Überraschungen.

Gastronom Ralf Ziener hat für die Veranstaltung eigens Köstlichkeiten kreiert: Beim Schaukochen können die Besucher verfolgen, wie er ein fruchtiges Geflügel-Curry mit Rosenöl und eine Rosen-Zabaione mit Vanilleeis zaubert. Mit Sicherheit wird so mancher davon kosten können.

GfW-Geschäftsführer Thomas Junge ist schon jetzt „vom entsprechenden Anklang“ des Festes überzeugt. Er erklärt: „Ziel ist ja immer, die Attraktivität der Innenstadt und damit den Einzelhandel zu stärken.“ Nach den „Sommernächten“ im vergangenen Jahr habe es einen kleinen Verbesserungsbedarf gegeben, was das Konzept anging. Junge spricht von einem „behutsamen Zurückfahren“, Qualität steht vor Quantität. Der GfW-Chef sagt: „Damit kann ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen werden, mit dem sich Iserlohn positiv abheben wird.“

Jennifer Katz

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