Sommernächte nehmen Gestalt an

Sängerin Julia Neigel kommt zu „Genuss Pur“.
Sängerin Julia Neigel kommt zu „Genuss Pur“.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Verantwortliche sind mit der Resonanz auf die Förderplattform noch nicht zufrieden.

Iserlohn..  Die Vorbereitungen für die Iserlohner Sommernächte laufen auf Hochtouren. Besonders stolz zeigt sich Sven Wiedemeyer vom Live Project – sein Unternehmen organisiert die beliebte Veranstaltungsreihe – über einen der Höhepunkte: Sängerin Julia Neigel wird bei der Eröffnung von „Genuss Pur“ am Donnerstag, 6. August, ab 20 Uhr exklusiv ihr neues Bühnenprogramm präsentieren.

Noch nicht ganz so euphorisch ist Wiedemeyer mit Blick auf die Förderplattform, die einerseits dazu dienen soll, die – wie bereits berichtet – Sommernächte in ihrer Qualität weiter zu erhöhen, und andererseits die Bürger enger mit der Reihe verzahnen soll.

„Nach der ersten Veröffentlichung haben sich 18 Förderer gemeldet, nun ist es wieder ruhiger geworden“, so Wiedemeyer, der ein verstärktes Interesse der Iserlohner an der Unterstützung der Gartenlandschaft ausgemacht hat. Hier sind 380 von gewünschten 1000 Euro Fördersumme erreicht. Bei anderen Projekten sind es bislang 40 bis 50 von gewünschten 990 bis 1500 Euro erreicht. Je nach Fördersumme erhalten die Unterstützer Dankeschön-Pakete, die vom Aufkleber über Freigetränke bis hin zu reservierten Plätzen beispielsweise für die Modenacht am 14. August reichen. Zwischen zehn und 100 Euro bewegen sich die Möglichkeiten.

Nachdem er in der Vergangenheit immer wieder von Iserlohner Einzelhändlern gehört habe, dass sie sich nicht in der Lage fühlen, mehrere hundert Euro für das sommerliche Vergnügen rund um den Marktplatz beizusteuern, ist Sven Wiedemeyer nun erstaunt, dass von den Gewerbetreibenden nicht die Förderplattform genutzt wird. Denn dort zählen auch die kleinen Beiträge, wie eben das Zehn-Euro-Paket. „Wer sich beteiligt, zeigt die Verbundenheit der Bürger mit den Sommernächten – wenn viele hier Flagge zeigen, fällt es der Politik irgendwann schwer, diesen Wunsch abzuschlagen, auch mit Blick auf die Lautstärke.“ Da die Sommernächte im kommenden Jahr ihren zehnten Geburtstag feiern, wollen Wiedemeyer und seine Mitstreiter „noch mehr machen, möglichst auch den unteren Schillerplatz miteinbeziehen“.

Biergarten im Bereich des Café Lio

Doch erst einmal zurück zu den aktuellen Planungen. Auch in diesem Jahr entstehen die beiden Emporen mit ihren Grünflächen unter den Platanen des Marktplatzes. Mit 250 Quadratmetern Rindenmulch, 400 Qua­- dratmetern Rollrasen, 150 Sträuchern und Gehölzen sowie fast 700 blühenden Stauden, lädt die Gartenoase ab dem 30. Juli wieder ein. Die große Resonanz für dieses Projekt im Rahmen der Förderplattform zeigt den Organisatoren: „Da müssen wir noch mehr ein Auge drauf haben.“ Und noch eine Neuigkeit hat Wiedemeyer in diesem Zusammenhang zu verkünden: „Da das Café Lio nach wie vor leer steht, bauen wir in dessen bisherigem Bereich zu ,Genuss Pur’ und ,Rosenlust’ einen Biergarten mit Budenbereich und Kaffee-Bulli auf.“

Dass die Reihe auch über die Stadtgrenzen hinaus auf immer größere Resonanz stößt, zeigen unter anderem die Bewerbungen von Künstlern. Für die „Summer Jam“-Termine hätten sich Musiker aus Köln und Münster gemeldet. Bei „Iserlohn – Jam Total“ am 21. August im Rahmen von „Rosenlust“ werden 13 Musiker, die sich bisher noch gar nicht kennen, zusammen auf der Bühne stehen. Die „Strandmucke“ mit Sandbereich und Liegestühlen vor der Bühne vermittelt Urlaubsstimmung. „Ein bunteres Programm kann es kaum geben“, ist sich Sven Wiedemeyer sicher.