Schwimmmeister retteten Mädchen in Heidebad vor Ertrinken

Schwimmmeisterin Ute Tretschok rettete zusammen mit ihren Kollegen Martin Wiesemann (l.) und Sebastian Kroll (r.) am vergangenen Samstag einem kleinen Mädchen das Leben.
Schwimmmeisterin Ute Tretschok rettete zusammen mit ihren Kollegen Martin Wiesemann (l.) und Sebastian Kroll (r.) am vergangenen Samstag einem kleinen Mädchen das Leben.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Schwimmmeisterin Ute Tretschok und ihre Kollegen Martin Wiesemann und Sebastian Kroll retteten am Samstag ein kleines Mädchen vor dem Ertrinken

Iserlohn.. Die Sonne schien, das Thermometer stieg gen 30-Grad-Marke, und die Wolken machten einen weiten Bogen um Iserlohn. Ohne Weiteres konnte man den vergangenen Samstag als perfekten Sommertag deklarieren – der beste Treffpunkt an diesem Tag: das Freibad. Auch im Heidebad tummelten sich Groß und Klein und erfreuten sich an der nassen Abkühlung. Doch beinahe hätte der Ausflug ins Freibad für ein junges Mädchen ein schlimmes Ende genommen – wären da nicht die Schwimmmeister des Heidbads gewesen, die das Mädchen vor dem Ertrinken retteten.

Reibungsloser Ablauf dank perfekter Teamarbeit

„Dafür sind wir halt da“, sagt Ute Tretschok, die seit 20 Jahren Schwimmmeisterin im Heidebad ist. Mit „wir“ meint sie sich und ihre Kollegen. Wie wichtig dieser Teamgedanke sein kann, zeigte sich am Samstag. Denn erst die perfekte Zusammenarbeit der Schwimmmeister gewährleistete den reibungslosen Ablauf und somit die Rettung des Mädchens.

Aus bisher ungeklärten Gründen war das vier bis fünf Jahre alte Mädchen ohne Schwimmflügel im Nichtschwimmerbecken unter Wasser geraten. Der fünfjährige Can Arda machte Schwimmmeister Martin Wiesemann darauf aufmerksam, der daraufhin das bereits bewusstlose Mädchen aus dem Wasser holte. An Land leitete Ute Tretschok die Wiederbelebungsmaßnahmen ein – nach kurzer Zeit kam das Mädchen wieder zu Bewusstsein. Kollege Sebastian Kroll hatte währenddessen den Rettungsdienst alarmiert und schützte die Helfer, zu denen auch ein Rettungssanitäter gehörte, der privat im Heidebad den Sommertag genießen wollte, vor den Schaulustigen. „Das war perfektes Teamwork“, zog die Schwimmmeisterin Bilanz.

Eltern sollten immer wachsames Auge auf Kinder haben

Dem Mädchen, das in Begleitung ihrer Oma im Heidebad war, ging es schon bald wieder so gut, dass sie sogar wieder ins Wasser wollte. Daraus wurde allerdings nichts: sie musste zur Kontrolle mit ins Krankenhaus.

Damit es gar nicht erst zu solchen Vorfällen kommt, zieht Ute Tretschok die Begleitpersonen von Kindern mehr in die Verantwortung: „Nur weil wir hier sind, heißt das nicht, dass hier alles sicher ist und die Eltern nicht mehr aufpassen brauchen.“ Sie rät Eltern von Kleinkindern grundsätzlich zu Schwimmflügeln. Genauso wichtig sei es, dass immer eine Begleitperson mit im Freibad ist. „Es kann nicht sein, dass ein Neunjähriger auf einen Fünfjährigen aufpasst“, sagt Ute Tretschok. Wenn also die Eltern ein wachsames Auge auf ihren Nachwuchs haben, steht einem lustigen und fröhlichen Tag im Freibad nichts im Wege.

Und sollte plötzlich doch einmal etwas Unvorhergesehenes passieren, sind sie eben da: die stillen Helden des Heidebads..