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Schul-Schließung und die Weiterentwicklung

05.06.2012 | 17:59 Uhr
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Schul-Schließung und die Weiterentwicklung

Iserlohn.   Die Verwaltung nennt die Innenstadt und Letmathe als Alternativen zum Gesamtschulstandort Hennen.

Dass das Ende der Hauptschulen naht, ist mittlerweile nicht nur in Expertenkreisen und Kollegien unumstritten. Dramatisch, so die Einschätzung der Iserlohner Schulverwaltung, habe sich die Quote der Anmeldungen entwickelt. Lag die im Vorjahr noch bei 16 Prozent, sind es zum kommenden Schuljahr nur noch sieben Prozent der Eltern, die ihre Kinder für das Schuljahr 2012/2013 an Hauptschulen angemeldet haben. Dass aber eine so rapide Abwärts-Entwicklung eintritt wie an der Hauptschule Wiesengrund, damit haben auch die Fachleute im Schul-Ressort nicht gerechnet. Da gerade einmal elf Anmeldungen vorlagen, kann dort keine Eingangsklasse gebildet werden (wir berichteten). Vor diesem Hintergrund legt die Verwaltung dem Fachausschuss nun nahe, die Aufgabe der Hauptschule in der Sitzung am 14. Juni zu beschließen. Hierzu sollen die Stellungnahmen der Schulkonferenz und der Schulaufsicht eingeholt werden, die sich auch zu den zeitlichen Abläufen bis zur endgültigen Schließung äußern sollen. Zu berücksichtigen sei dabei, dass zum Ende des Schuljahres 2013/2014 vier Klassen der Hauptschule Hennen auf andere Schulen verteilt werden müssen.

Sollte der Schulausschuss dem Beschlussvorschlag folgen, verbleiben im Stadtgebiet nur noch die Hauptschulen Martin Luther und Letmathe. Ob deren Bestand mittelfristig gesichert ist, hängt auch mit der Entscheidung über die Errichtung einer zweiten Gesamtschule zusammen. Laut aktuellem Schulentwicklungsplan vom April dieses Jahres, der noch ohne die eventuell hinzukommenden zwei Gesamtschulzüge gerechnet wurde, werden die Anmeldezahlen an der Hauptschule Martin Luther bis 2016 ausreichen, um zwei Eingangsklasse bilden zu können. Hinzu kommen die Kinder, die sonst für den Besuch der Hauptschule Wiesengrund angemeldet worden wären. Bis 2015 reichen die prognostizierten Anmeldezahlen für zwei Eingangsklassen an der Hauptschule Letmathe. Danach aber stellt sich dort die Existenzfrage, da Hauptschulen laut nordrhein-westfälischem Schulgesetz mindestens zwei Parallelklassen pro Jahrgang aufweisen müssen, wenngleich Ausnahmen unter bestimmten Bedingungen wie etwa der Zumutbarkeit des Schulweges gegenwärtig noch geduldet werden.

Die Zukunft der Hauptschulen ist indes nur ein Aspekt, den der Schulausschuss am 14. Juni im Rahmen der Entwicklungsplanung erörtern wird, während das alles überlagernde Thema „2. Gesamtschule“ wohl in das Zentrum der Sitzung rücken dürfte. Nachdem der Rat mit breiter Mehrheit beschlossen hat, zusätzliche Gesamtschulplätze in Iserlohn zur Verfügung zu stellen, wird die Fachverwaltung im öffentlichen Teil die möglichen Alternativen zum Standort Hennen vorstellen.

Zwei Varianten für zusätzlicheGesamtschulplätze

In der Drucksache werden hierzu zwei Möglichkeiten angerissen. Variante 1: Die Aufstockung der Gesamtschule am Nußberg auf sieben Züge, was die Aufteilung auf zwei Standorte bedeuten würde. Variante 2: Die Errichtung einer zweiten, vierzügigen Gesamtschule in der Innenstadt oder in Letmathe. Überdies möchte die Verwaltung über die Errichtung einer Sekundarschule als weitere Variante ebenso berichten wie über die Teilnahme am Schulversuch „Schule 1-10“. Nach dem vom Rat beschlossenen Fahrplan wird der Schulausschuss für einen oder mehrere mögliche Standorte der Gesamtschule dann nach dem Hennener Vorbild eine Kostenermittlung in Auftrag geben, deren Ergebnisse nach den Ferien vorliegen soll.

Thomas Pütter

Kommentare
06.06.2012
12:37
Schul-Schließung und die Weiterentwicklung
von zicke73 | #2

Mich wundert hier in Iserlohn nichts mehr.....Gesammtschule abgewiesen,da gebe ich Truckerchen recht,es ist nicht leicht auf der Gesammtschule zukommen ,es haben nur die Leute ne Chance die gute Noten haben oder Geschwister auf der Schule haben.
Desweiteren wird an unseren Kindern immer gespart. Armes Land sage ich nur.

06.06.2012
09:51
Schul-Schließung und die Weiterentwicklung
von truckerchen | #1

Warum ist man erstaunt, dass die Anmeldezahlen für die Hauptschulen so rapide gesunken sind? Das ist doch hausgemacht! Eltern wollen ihren Kindern ein Schulwechsel doch möglichst ersparen und sehen daher zu, dass ihr Nachwuchs auf eine zukunftsträchtige Schule kommen, die erstmal nicht von der Schließung bedroht ist.

Ich frage mich nur, in welche Schule die Kinder nun gehen werden, die nicht zur Hauptschule angemeldet wurden, aber von der Gesamtschule abgewiesen wurden!? Wo bleiben diese Kinder? In Menden, Schwerte oder Hemer?

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