Schlieper-Block findet Weg in
25.11.2010 | 17:20 Uhr 2010-11-25T17:20:00+0100Iserlohn.(tp) Die Initiative zum Erhalt des Schlieperblocks wird es freuen: In der kommenden Woche soll die Siedlung am Grüner Weg in die Denkmalliste der Stadt Iserlohn eingetragen werden.
Diesen Beschlussvorschlag legt die Verwaltung dem am 1. Dezember tagenden Planungsausschuss vor.
Dass und warum es sich bei dem Schlieperblock um ein im Denkmalschutzsinne erhaltenswertes Ensemble handelt, legt die Bauverwaltung in einer mehrseitigen Begründung dar. So gehöre die Siedlung zu den ganz seltenen Baugruppen in Westfalen, die sich an der Moderne der Zwanziger Jahre orientiere. Als Vorbild für den Schlieperblock könnte nach Expertenansicht die von Walter Gropius errichtete Siedlung Dessau-Törten gedient haben, eine „viel beachtete Versuchssiedlung rationeller Baumethoden für ärmere Bevölkerungsschichten“. Für die Erhaltung führte die Verwaltung zudem städtebauliche Gründe ins Feld, da sich der Schlieperblock erheblich von seinem Umfeld unterscheide und Aufmerksamkeit auf sich ziehe. „In dieser gemischten Bebauung bildet die Siedlung ein eigenständiges, gestalterisch anspruchsvolles und offensichtlich historisches Gebiet“, heißt es in der Ausschussvorlage. Mit der Eintragung in die Denkmalliste geht indes keine Garantie für den Erhalt des Blocks einher. Nachdem die IGW als Eigentümerin des Ensembles bereits vor geraumer Zeit einen Abrissantrag bei der Stadt gestellt hat, dürfte sich erst im Rahmen dieses Verfahrens entscheiden, ob der Block am Grüner Weg eine Zukunft hat. Denn sollte die IGW nachweisen können, dass es unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht möglich ist, die Immobilien zu nutzen, wird die Kommune dem Antrag der IGW wohl stattgeben.
21:15
Schön, dass unsere beiden (Ex-) Lehrer mal wieder eine Beschäftigung gefunden haben. Sie wohnen ja auch weit genug vom Ort des Geschehens entfernt, um mal wieder einen auf Bürgerrechtler/Bürgerschreck zu machen, ohne selbst die Konsequenzen vor der Haustür zu haben. Sehr bequem...
09:05
Ich hab ja nichts gegen Siedlungen fuer Menschen mit weniger Einkommen und befuerworte auch eine Sanierung des Blocks, aber die Begruendung die hier angegeben wird, also Bitte Herrschaften. Wer soll den so einen Kaese glauben, ein Schildbuergerstreich wie aus dem Lehrbuch...
23:02
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20:29
@Omue: Kennst du die Siedlung überhaupt? Ich wurde da schon als Kind gerne verprügelt. Da gibt es wirklich nichts, was sich zu erhalten lohnt. Baut von mir aus - um diejenigen zu beruhigen, die die Erhaltung nur als politisches Statement sehen - Sozialwohnungen im modernen Stil. Alles wäre besser als diese billig gebauten Wohnställe.
Als nächstes stellen wir das Hochhaus in der Altstadt unter Denkmalschutz, damit auch ja kein böser Mensch mit Geld dort Dinge baut, die dann mehr Miete kosten. Wäre ja furchtbar...
17:45
Und wenn die alten Häuser weg sind, was kommt dann? Noch eine von diesen typisch iserlohnerischen Eigenheimsiedlungen mit Carports, Koniferen und Golden Retrievers? Dieser Anblick steigert auch mein Gewaltpotenzial (wenn auch nur mental).
Dann doch lieber eine behutsame Sanierung dieses Ensembles. Die einhergehende Gentrifizierung wird wohl ihr Übriges tun.
17:07
Vielleicht sollte man den Jungs von Al Kaida mal von einem ganz tollen Anschlagsziel erzählen...
Würde die Abrisskosten sparen.
13:56
Ganz klares Ja zum Abriss der alten Buden.
Die haben so viel mit Denkmal zu tun, wie ein Stein mit schwimmen.
Den Kommentar von ispi1899 finde ich klasse!
13:18
Man könnte auch Kutschfahrten durch den Block anbieten.
Bei so viel Sehenswürdigkeiten die Iserlohn zu bieten hat.
Ein Schelm wer böses dabei denkt...........
12:19
Wer zurück blickt, wird sich erinnern, dass immerhin ein Mitglied der damaligen Teenie-Möchtegern-Pop-Gruppe Tic-Tac-Toe im Schlieperblock ihren Freund wohnen hatte. Als das frisch gebackene Teenie-Girl dann aber bei Tic-Tac-Toe Karriere machte, wollte es plötzlich von ihrem Freund nix mehr wissen und ließ ihn sitzen. Er blieb tief zermürbt zurück (alles Weitere müsste man den Pressearchiven entnehmen, das schreibe ich hier nicht auf). Wie sich wenig später zeigte, kriegte es Tic-Tac-Toe dann aber letztlich selber nicht auf die Reihe und zerstritt sich in maßloser Überheblichkeit und Inkompetenz. (Teenie-Käse eben). Vielleicht sollte man an dem betreffenden Haus eine Tic-Tac-Toe-Gedenkstätte einrichten (als mahnendes Beispiel dafür, wie man es jedenfalls nicht machen sollte). Vielleicht wirds ja zu einer Kultstätte (ähnlich der Behausung von Elvis) und die Stadt Iserlohn kann Eintrittsgelder verlangen und damit ihre leeren Stadtkassen ein wenig füllen.
10:05
Meine Bitte an den Planungsausschuss: ABREISSEN!
Danke!
Ein Iserlohner mit klarem Verstand