Scharfe Kritik an Parkhallen-Beschluss

Die Redaktion des Bürgerschützen stellte die 53. Ausgabe des IBSV-Jahrbuchs vor.
Die Redaktion des Bürgerschützen stellte die 53. Ausgabe des IBSV-Jahrbuchs vor.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
IBSV-Oberst Hans-Dieter Petereit übt in der aktuellen Ausgabe des „Bürgerschützen“ scharfe Kritik an dem Ratsbeschluss, keinen Neubau als Ersatz für die Parkhalle errichten zu wollen.

Iserlohn..  Nummer 53 ist fertig: Der neue „Bürgerschütze“, Jahrbuch des IBSV und Festvorbote, präsentiert in neuem, zeitgemäßen Layout auf 204 Seiten einen umfang- und abwechslungsreichen Einblick in das Leben des Traditionsvereins. Und er trägt „Worte vom Oberst“ in sich, die es mit Blick auf die Zukunft der Alexanderhöhe in sich haben.

Unter dem Titel „Gemeinschaft erleben“ bringt die Bürgerschützen-Redaktion mit Unterstützung zahlreicher Helfer aus den Kompanien alle Interessierten auf den aktuellen Stand der Dinge in Sachen „IBSV in- und extern“. Neben einem mit vielen Bildern geschmückten Rückblick auf das Schützenfest 2014, Berichten aus den Einheiten und ausführlichen Vorberichten zum diesjährigen Festereignis widmen sich die Verantwortlichen der Vereinshistorie, berichten über die harte Arbeit, einen Festzug zu organisieren und blicken auf das soziale Engagement des Vereins. Anneliese Pehle wurde in dem persönlichen Portrait „Ein besonderer Mensch“ verewigt.

Bestrebungen, den IBSV von der Höhe zu vertreiben

Neben Grußworten des Landrats und des Bürgermeisters nimmt zudem Oberst Hans-Dieter Petereit Stellung zum Thema Parkhalle, das den IBSV naturgemäß in besonderer Weise bewegt. Den Beschluss des Rates gegen einen Hallen-Neubau auf der Alexanderhöhe kommentiert der Oberst mit sehr deutlichen Worten: „Es gibt in gewissen Kreisen der Politik und der Stadt Iserlohn Bestrebungen, den IBSV auf hinterhältige Art und Weise von der Alexanderhöhe zu vertreiben.“

Namentlich erwähnt der Schützen-Oberst in seinem Beitrag neben Baudezernent Mike Janke die Ratsfraktionen von SPD, Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen, AfD, FDP und UWG-Piraten. Petereit kritisiert, dass die Kommune, da der Höhen-Vertrag mit dem Verein nicht gekündigt werden könne, die baulichen Voraussetzungen vernichte, die letztlich zur Erfüllung des Vertrags notwendig seien. „Sodann steht das Areal irgendwann zur anderweitigen Nutzung für die Stadt Iserlohn uneingeschränkt zur Verfügung, da dem IBSV mangels Zuspruch durch die Besucher die Grundlagen für sein Schützenfest entzogen sind“, malt der Oberst ein düsteres Szenario, das aber nicht „Utopie, sondern Realität“ sei. Denn seit dem Architektenwettbewerb zur Planung der Zukunft der Alexanderhöhe habe die Stadt den Verein außen vor gelassen.

Hans-Dieter Petereit weist zudem darauf hin, dass es nicht nur um das Schützenfest gehe, sondern auch um andere Veranstaltungen des Vereins wie etwa den Neujahrsball, der Schützen- und Königsball und das Traditionsessen, die nach einem Hallenabriss nicht mehr auf der Alexanderhöhe durchgeführt werden könnten.