Sanfter Ausklang der Trubel-Tage

Schlicht, stimmungsvoll und besinnlich: Das große Weihnachtskonzert der evangelischen Kantorei und des Collegiums Vocale Iserlohn in der Kirche St. Aloysius in Iserlohn.
Schlicht, stimmungsvoll und besinnlich: Das große Weihnachtskonzert der evangelischen Kantorei und des Collegiums Vocale Iserlohn in der Kirche St. Aloysius in Iserlohn.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Das Weihnachtskonzert der Ev. Kantorei mit dem Collegium Vocale in der St. Aloysius-Kirche war gut besucht und bildete eine willkommene Abwechslung zum bunten Treiben der vergangenen Wochen.

Iserlohn..  Schlichtheit als Trumpf: Am Abend des zweiten Weihnachtstages hatten die Evangelische Kantorei und das Collegium Vocale Iserlohn zum großen Konzert in die Kirche St. Aloysius geladen – ein wohltuend besinnlicher Abschluss nach dem allerorten bunten Flimmern des Feiertagstrubels. Hunderte Besucher waren in die gut gefüllte Kirche gekommen.

Diese ist bereits lange vor Beginn in ein stimmungsvolles Halbdunkel getaucht, einzig Kerzen auf Ständern und einige wenige Leuchter spenden Licht. Erdige Farbtöne dominieren, nur ein paar Blumengedecke sorgen für spärliche Farbtupfer. Auch die Sängerinnen und Sänger von Collegium und Kantorei sind schlicht in schwarz und weiß gewandet.

Instrumentenklang und Gesang fügen sich ineinander

Gegen 17 Uhr erklingen dann die ersten sanften Töne des „Prélude“ aus dem „Oratorio de Noél“ aus der Kirchenorgel, später ergänzt unter anderem von Violinen-Klängen. Das zweite Stück wird dann vom Chor allein bestritten, zu hören gibt es „Advent & Weihnachten“ nach Mendelssohn Bartholdy.

„Nun freut euch, ihr Christen“ wird dann von Sängern und Instrumentalisten gemeinsam dargeboten. Orgelklänge sowie Stimmen der männlichen und weiblichen Vokalisten legen sich wie Schichten übereinander und fügen sich schließlich zu einem großen Ganzen. Auch viele der Besucher stimmen nun mit ein.

Bei „Virga Jesse“ nach A. Bruckner liefern die Sängerinnen vor dem Altar den Grundton, auf dem sich wie auf einem Teppich dann langsam der Gesang der männlichen Vokalisten ausbreitet. Irgendwann erhebt sich dann ein „Halleluja“ aus diesem Geflecht, um dann wieder in der Weite des Kirchenschiffs zu verebben.

Weiter geht es wieder mit einem bedächtigen, sanften Orgel-Intro, „Es ist ein Ros’ entsprungen“ in der Bearbeitung von F. Lehrndorfer. Es folgt selbiges Stück, in der Praetorius-Bearbeitung mit Gesang.

Weiter und weiter geht es, immer wieder wechseln sich Instrumentalisten, Sängerinnen und Sänger ab – oder bringen die weihnachtlichen Lieder gemeinsam zum Klingen. „Zu Bethlehem geboren“, „Sehet, welch eine Liebe“, „Leise, leise in der Nacht“.

Zum Abschluss folgt dann noch ein Stück zum Mitsingen. Mit dem Klassiker „O du fröhliche“ werden die zahlreichen Besucher in die Nacht verabschiedet.

Die Leitung bei Kantorei und Collegium Vocale hatten Hanns-Peter Springer und Christopher Brauckmann inne. An den Instrumenten glänzten Mareen Knoop und Patrick Orlich (beide Violine), Judit Ramb (Viola), Paul Böhme (Violoncello) und Erika Betten (Kontrabass).