Sachbeschädigungen als Dauerärgernis

Vandalismus an der Kreuzung Weststraße/Stefanstraße: Mit roher Gewalt wurden diese Schilder herausgerissen und abgeknickt. Der Gesamtschaden durch Sachbeschädigungen in Iserlohn an diesem Wochenende betrug 1000 Euro. Foto: Cornelia Merkel
Vandalismus an der Kreuzung Weststraße/Stefanstraße: Mit roher Gewalt wurden diese Schilder herausgerissen und abgeknickt. Der Gesamtschaden durch Sachbeschädigungen in Iserlohn an diesem Wochenende betrug 1000 Euro. Foto: Cornelia Merkel
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Iserlohn.. „Je besser das Wetter, je häufiger die Innenstadt frequentiert wird, desto mehr Vandalismus erleben wir“, erklärt Uwe Ziemann, Betriebsleiter der Märkischen Stadtbetriebe Iserlohn-Hemer (ISH). „Das ist ein Dauerärgernis. Das kennen wir seit mehreren Jahren.“ Bilanz dieses Juni-Wochenendes: In der Nacht zum Sonntag demolierten Unbekannte am Karnacksweg ein Bushalteschild, rissen den Mülleimer vom Pfosten ab und schlugen die linke Scheibe des Wartehäuschens ein: Der geschätzte Gesamtschaden beträgt 800 Euro. Dass derartige Scheiben eingeschlagen werden, komme immer öfter vor, weiß Ziemann.

In derselben Nacht rissen unbekannte Halbstarke mit roher Gewalt Straßenschilder samt Betonsockel am Dördel aus, einmal an der Kreuzung Stefanstraße/Weststraße und dann Ortlohnstraße Burgweg – pro Schild macht das 100 Euro an Schaden. Nach Schätzungen der Polizei entstand bei den drei bisher gemeldeten Sachbeschädigungen an diesem Wochenende ein geschätzter Gesamtschaden von 1000 Euro. Gestern waren deshalb sofortige Reparaturarbeiten erforderlich – wie so oft zum Start in die neue Woche.

Wie ISH-Betriebsleiter Uwe Ziemann haben die Stadtbetriebe es jeden Montag mit derartigen Beschädigungen von jeweils 500 Euro zu tun. „Im Schnitt sind es drei bis fünf Verkehrszeichen oder Straßennamenschilder. Es sei denn, die Täter vergreifen sich an Edelstahlpapierkörben. Das kann schon schnell in die Tausende gehen. “

Der Betriebsleiter der Märkischen Stadtbetriebe fragt sich: „Was sind das für Menschen, die die Allgemeinheit sinnlos schädigen? Das ist für mich unbegreiflich.“ Er gibt sich dann selbst eine Antwort und schätzt, dass es sich bei den Tätern zumeist um Betrunkene handelt: „So was wie jetzt am Dördel, das passiert gezielt mit roher Gewalt, anderes manchmal im Vorbeigehen.“ Und am Dördel sei das jetzt schon zum wiederholten Male passiert: „Vielleicht handelt es sich um die gleichen Täter?“

Ziemann weiß, dass dies kein Iserlohn-typisches Phänomen ist: „Das kommt in allen Städten vor. Leider.“