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„rammdöösig“ im ausverkauften Saal

23.01.2015 | 17:12 Uhr
„rammdöösig“ im ausverkauften Saal
Heinz „Heini“ Weißenberg und Augustin Upmann entführten ihr Publikum aus dem Löbbeckesaal direkt ins Chaos, wofür unter anderem russische Oligarchen gesorgt haben.Foto: Josef Wronski

Iserlohn.   Die „Bullemänner“ sorgten mit ihrem westfälischen „Ethno-Kabarett“ für ausgelassene Stimmung.

Bauchschmerzen und jede Menge Falten dürften die Besucher des restlos ausverkauften Löbbeckesaals auf der Alexanderhöhe am Donnerstagabend davon getragen haben. Dort haben die „Bullemänner“, Vertreter des „westfälischen Ethno-Kabaretts“ erster Güte, mit ihrem Programm „rammdöösig“ für einen etwa zweistündigen Lachmarathon gesorgt.

Augustin Upmann und Heinz „Heini“ Weißenberg entführten ihr Publikum direkt ins Chaos: Da übernimmt plötzlich die von einem Kumpel beim Afghanistan-Einsatz mitgenommene Kampfdrohne den Job der Freiwilligen Feuerwehr Suchtrup. Die wiederum freut sich über Verstärkung von Menschen mit Migrationshintergrund, die Aufnahme von Frauen sei dagegen für die Löschgruppe deutlich schwieriger gewesen.

Obsession und prickelndeErotik durch Gerüche

„rammdöösig“ macht die „Bullemänner“ auch so mancher Geruch, den sie im Löbbeckesaal in tiefstem westfälischem Dialekt umschrieben oder auch direkt benannten: „Feehbreeseeh is auch dabei. Bei so viel Lockstoffe werden die Iserlohner Jungs auch rammdöösig. Obsession und prickelnde Errottick. . .“ Ob sie ihren Duft, natürlich namens „rammdöösig“, auch im „Obi für Frauen“, also einer Parfümerie, anbieten, verrieten August und Heini nicht. Jedoch erklärten sie: „Seit wir auf Facebook sind, ist uns zunehmend alles egal.“ Um dann die Hosen herunter zu lassen und dem Publikum ihre in „rammdöösig“-Boxershorts gehüllten Hinterteile zu präsentieren.

„Tastenfachkraft“ Svetlanabegleitete das Duo

Begleitet von „Tastenfachkraft“ Svetlana Svoroba haben Heini und August auch immer wieder ein Lied zum Besten gegeben, wie beispielsweise „Liebeslied für einen Westfalen“. Entgegen des Vorurteils, die Sauerländer seien stur, stimmten die Besucher sogar recht schnell ein.

So ging es im Galopp durch die „rammdöösig“ machenden Situationen – vom Theaterbesuch über Alltagssorgen und Zuwanderer bis hin zur nervenden Ehefrau, der Heini schon 258 Mal erklärt hat, dass das Klopapier mit dem Blatt nach vorn gedreht aufzuhängen ist. Auch die Überlegungen, dass sich ein Faultier doch hervorragend als Wappentier eigne, anders als ein Pferd, „das hat doch ein viel zu langes Gesicht“ sorgten für Freude. Besonders laut waren die Lacher und Jauchzer immer dann, wenn die „Bullemänner“ speziell auf Iserlohn eingingen. Ein Thema war hier zum Beispiel die Brauerei: „Das ist nicht schön von Euch, Euer Bier nach China zu verkaufen! Stellt Euch vor: Isellohnel Pilsenel. . .“

Jennifer Katz

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„rammdöösig“ im ausverkauften Saal
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2015-01-23 17:12
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