Projekt „Mathe und Physik in der Praxis" begeistert Schüler

Einen Kooperationsvertrag über die Bildungspartnerschaft des Gymnasiums an der Stenner mit der Firma Sudhaus unterzeichneten Thorsten Holzhäuser (von links). Dr. Michael Hartmann und Heinz-Dieter Klusmann.
Einen Kooperationsvertrag über die Bildungspartnerschaft des Gymnasiums an der Stenner mit der Firma Sudhaus unterzeichneten Thorsten Holzhäuser (von links). Dr. Michael Hartmann und Heinz-Dieter Klusmann.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Firma Sudhaus und dem Gymnasium an der Stenner soll weitergeführt werden.

Iserlohn..  „Soll das Projekt wiederholt werden?“ lautete eine Frage bei der Evaluation. Das Ergebnis: 100-prozentige Zustimmung – alle 23 Schüler des Stenner-Gymnasiums, die dabei waren, wünschen, dass ihre Nachfolger derart intensive Einblicke in die Funktionsweisen eines herstellenden Betriebes bekommen wie sie. Der Wunsch wurde nun erfüllt: Am Donnerstagabend haben Schulleiter Heinz-Dieter Klusmann und Dr. Michael Hartmann, Geschäftsführer der Firma Sudhaus, einen festen Kooperationsvertrag unterzeichnet.

Den Klassenraum gegen Produktionshallen getauscht

Der Differenzierungskurs der Stufe acht hatte im vergangenen Jahr acht Wochen lang den Klassenraum mit den Produktionshallen des kunststoffverarbeitenden Betriebes an der Teichstraße eingetauscht (wie bereits berichtet).

Eingebettet in eine Vor- und Nachbereitung im Unterricht hatten sie Gelegenheit, nicht nur den Betrieb kennen zu lernen, sondern sich selbst in unterschiedlichen Gruppen und unter unterschiedlichen Zielsetzungen als Produktentwickler, Designer, Produzenten und schließlich auch als Vermarkter der eigenen Produkte auszuprobieren.

Und das stieß bei den Schülern auf echte Begeisterung, wie bei der Präsentation am Donnerstag im Forum der Schule deutlich wurde.

Ebenso begeistert zeigten sich die Unterzeichner, die im Beisein von Vertretern der Stadt Iserlohn und begleitet von Thorsten Holzhäuser vom Verein Technikförderung Südwestfalen, der auch aktiv an dem Projekt mitgewirkt hat, ihre Beweggründe für die Kooperation darstellten. Dr. Hartmann erklärte, dass er die Zusammenarbeit sehr gerne weiterführen möchte. Es sei ein Experiment und eine große Herausforderung gewesen, die Idee, Schüler in den Betrieb zu holen, mit Leben zu füllen.

Die Technik-Begeisterung bei den Achtklässlern fördern

Sein Dank galt den engagierten Lehrern und seinem Ausbildungsleiter, die das Projekt letztlich gestaltet haben. Zukünftig sollen regelmäßig die Schüler des Differenzierungskurses der Klasse acht in den Betrieb kommen, um die MINT-Fächer (MINT = Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) greifbar erleben zu können. Heinz-Dieter Klusmann verdeutlichte, dass die Förderung der Technik-Begeisterung bei den Schülern heute wichtiger Schwerpunkt am Stenner-Gymnasium sei. Immer mehr Schüler kämen heute zum Abitur, weswegen das Studium nicht mehr die logische Folge dieses Schulabschlusses sei. Als Konsequenz daraus gebe es heute schon ab Klasse acht eine Berufswahlorientierung und einen starken Akzent auf die MINT-Fächer, was nicht nur den Schüler-(Interessen rechnung trage, sondern auch ein Beitrag zur Stärkung der Wirtschaft in der heimischen Region sei.